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wrackangeln

Welse

Kapitaler Waller aus dem Po
Kapitaler Waller aus dem Po

Die Familie der welsartigen Fische ( Siluridae ) findet man in Europa und Asien. Es sind große Süsswasserfische die alle einen schuppenlosen, langgestreckten Körper, lange Bartfäden und eine lange Afterflosse haben. Den Wels erkennt man an seinem langen, mächtigen Körper mit einem breiten flachen Kopf und einem grossen, bezahnten Maul. An den Maulwinkeln befinden sich ein Paar langer, gut beweglicher und mit Knorpel verstärkter Bartfäden. Zwei weitere Paare kurzer und unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Der Rücken und die Seiten des Welses sind olivgrün bis blaugrau gefärbt und seitlich marmoriert. Der Bauch ist hell gefärbt.

 

Welse kommen sowohl in Flüssen als auch in Seen vor

Wels
Wels oder auch Waller genannt. Die größte Beute für Süßwasserangler in Europa.

Welse kommen sowohl in Flüssen als auch in Seen vor. Große Exemplare findet man in Europa in Italien am Po, in der Rhone, am Ebro und auch am Rhein. Welse werden heutzutage aber auch in Fischteichen gehalten um den Bedarf an dem begehrten Speisefische zu decken. Sie leben am Grund unter Wehren, in Bodenlöchern oder anderen Verstecken. Sie sind meist nachts und während der Dämmerung aktiv.

Im Winter ziehen sie sich an tiefe Stellen zurück und verfallen in einen Ruhezustand. Ihre Geschlechtsreife tritt mit 3-5 Jahren ein. Welse laichen paarweise von Mai bis Juni in den Abend- und Nachtstunden. Die Paarung ist meist sehr stürmisch. Das Weibchen legt die Eier in einfache Nester, die am Grund aus Pflanzenresten gebaut werden. Das Männchen bewacht den Laich bis zum Schlüpfen. Welse können 30 bis 40 oder mehr Jahre alt werden. Sie ernähren sich von Fischen, doch jagen sie auch junge Wasservögel, Kleinsäuger und Amphibien. Welse werden 1-3 m lang und erreichen ein Gewicht von 50 bis über 200 kg. Der Wels ist heute in ganz Europa, außer in Nordskandinavien, zu finden.