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Meeresangeln in den USA

Meeresangeln in Fort Myers
Meeresangeln in Fort Myers. Foto: Lee County Visitor & Convention Bureau

Angeln ist in den USA Volkssport. Dass ein Vater mit seinen Kindern zum Angeln geht, ist in Nordamerika so selbstverständlich wie bei uns eine gemeinsame Fahrradtour. Während Angler in Deutschland oftmals von Freunden und Nachbarn belächelt werden und sich das Verständnis für dieses Hobby in sehr engen Grenzen hält, ist man in den USA deutlich toleranter. In einem Land in dem viel gejagt wird, würde es auch verwundern, wenn man dem Angelsport gegenüber negativ eingestellt wäre.

An Gewässern mangelt es nicht, allerdings sind sie sehr ungleichmäßig verteilt. Wer in den trockenen Regionen im Landesinneren lebt, der muss lange Anfahrten zum nächsten Gewässer in Kauf nehmen, während an der Grenze zu Kanada, im Osten und erst Recht in Alaska zahlreiche Flüsse und Seen auf Petrijünger warten. Angelscheine sind an „jeder Ecke“ zu bekommen, zeitraubende Behördengänge und umständliches Ausfüllen von ellenlangen Fragebögen, wie man das aus so manchem europäischen Land kennt, sind in den USA unbekannt.

In den USA wird gerne mit Kunstköder geangelt. Viele Süßwasserangler fischen gern mit kleinen Multirollen, was in Deutschland weniger verbreitet ist.

Viele europäische Angler denken beim Thema Angeln in den USA allerdings in erster Linie an Meeresangeln, beispielsweise in Florida, Maine oder Alaska.

Versierte Angler, selbst diejenigen, die noch nie Näheres vom Angeln in dem US-Bundesstaat gehört haben, ahnen bereits bei einem Blick auf bei Google Maps die guten Fangmöglichkeiten in Florida. Erstens, bei so einer langen Küste muss es einfach Fisch geben. Und zweitens, wird ein erfahrener Meeresangler sofort sehen, dass bei so vielen Inseln, Meerengen, Buchten und Flusstrichter zahlreiche Strömungen entstehen müssen, Strömungen, die Nahrung heranspülen und die so Fische anziehen.

Auch kann man davon ausgehen, dass in den Gebieten zwischen Inseln und Festland zahlreiche Laichplätze und Futtergründe für diverse Fischarten liegen. All das ist richtig.

 

Alaska der 49. Bundesstaat der USA, ist riesig. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt rund 3200 Kilometer, von Norden nach Süden fast 1800 Kilometer. Mit bescheidenen 710.000 Einwohnern, von denen allein 300.000 in Anchorage, der größten Stadt des Staates, leben, ist es ein sehr dünn besiedeltes Land.

Insgesamt wohnen achtzig Prozent der Einwohner in den Städten wie Fairbanks, Anchorage und Juneau. Vierzig Prozent der Bevölkerung sind Indianer und Eskimos. Die Einwohner Alaskas sind freundlich und hilfsbereit.

Die Tier- und Pflanzenwelt inmitten einer weitgehend unberührten Bergwelt mit riesigen Waldgebiete und glasklaren, sauberen Bächen, Flüssen und Seen lockt Naturfreunde aus aller Welt in den hohen Norden. Und auch Jäger und Angler verbringen gerne ihren Urlaub in Alaska.

In den Binnengewässern sind Lachse, Regenbogenforellen, Äschen, Saiblinge und Hechte zu finden, im Meer unter anderem der pazifische Heilbutt.