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Die Fischarten des Süßwassers

Kleiner Hecht
Kleiner Hecht (Esox lucius). Fotos: Hans-Joachim Franzen

Die Fische stellen die artenreichste Wirbeltiergruppe dar. Etwa die Hälfte aller Wirbeltiere sind Fische! Die Lebensräume der Fische sind das Salz-, das Süß-, und das Brackwasser. Fische findet man von den Polargebieten bis hin zu den Wüstenoasen.

Der Sammelbegriff Fische wird für zwei anatomisch und entwicklungsgeschichtlich verschiedene Gruppen verwendet:

Die Knorpelfische und die Knochenfische. Die Rundmäuler mit den zwei Familien Neunaugen und Inger, die angesichts ihrer Körperform und Lebensweise als Fischähnliche bezeichnet werden, kommen noch hinzu.

Von insgesamt rund 20 000 Fischarten leben 40 Prozent im Salzwasser.

Regenbogenforelle
Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)

Nur wenige Arten sind in der Lage, sowohl im Süsswasser als auch im Salzwasser zu leben. Allerdings gibt es überall einige Arten die sehr gut um Brackwasser leben können. Bei uns in Mitteleuropa finden man zum Beispiel Hechte, Zander und Barsche oft auch in den brackigen Bodengewässern. Salzwasserfische wie die Flunder fing man früher im Rhein bis in Höhe Koblenz.

In den Binnengewässern nimmt das Artenspektrum in Richtung Äquator zu, jedoch spielt auch die Grösse des Gewässers und seiner geologischen Vergangenheit eine große Rolle.

Die meisten Fische besitzen eine Schwimmblase. Durch die verschieden starke Gasfüllung der Schwimmblase kann das spezifische Gewicht verändert werden.

Karpfen (Cyprinus carpio)
Karpfen (Cyprinus carpio)

Dadurch ist den Fischen ein Schweben in verschiedenen Wassertiefen möglich.Die Knorpel- und Plattfische sind die Ausnahme von der Regel und kommen ohne Schwimmblase aus. Die Fische besitzen einen Strömungs- und Erschütterungssinn, der sich in den Seitenlinienorganen befindet. Die meisten Fische sind eierlegend, selten lebendgebärend. Viele der als Lebendgebärend bezeichneten Fische sind dies aber nicht richtig. Die Larven entwickeln sich in Eier und werden erst direkt vor der Geburt aus dem Ei und dann direkt ins Wasser entlassen. Die Entwicklung der Fische erfolgt meist direkt. Es finden sich aber auch vom Erwachsenenstadium stark abweichende Larvenformen. Dies ist zum Beispiel bei Aalen und Plattfischen der Fall.

Diverse Fischarten

Kettenhecht

Der Kettenhecht ( Esox niger ) ist eine kleinere amerikanische Hechtart die selten über 1 Kilogramm schwer wird. Der amerikanische Name ist Pickerel.

 

Muskie

Der Muskie (Esox masquinongy) ist eine Hechtart Nordamerikas. Er wird bis circa 1,80 Meter lang und erreicht ein Gewicht bis 45 Kilogramm. Im Gegensatz zum Hecht besitzt er eine dunkle Zeichnung auf hellem Untergund. Geangelt kann er mit den gleichen Methoden wie europäische Hechte

 

Schwarzbarsch

Der amerikanische Name ist Black Bass. Schwarzbarsche sind in Nordamerika sehr beliebte Süßwasserfische. Man unterscheidet hauptsächlich den kleinmäuligen und den großmäuligen Schwarzbarsch, obwohl es noch zahlreiche Unterarten gibt.Der kleinmäuligen Schwarzbarsch (Smallmouth Bass - Micropterus dolomieui )erreicht ein Gewicht über 5 Kilogramm, der großmäuligen Schwarzbarsch ( Largemouth Bass - Micropterus salmoides ) im Süden der USA bis 10 Kilogramm.

Schwarzbarsche sind aktive Räuber die man mit den verschiedensten Ködern fangen kann.Sowohl mit der Fliege, einem Spinnköder oder einem geschlepptem Köderfisch kann man zum Erfolg kommen. Es sind ausdauernde Fighter die gerne wilde Sprünge vollführen.

In Europa kann man sie u.a. in der Rhone oder in zahlreichen Seen Spaniens fangen.Schwarzbarsche sind auch beliebte Speisefische.

 

Sonnenbarsche

Sonnenbarsche sind Verwandte des Schwarzbarsches.Es gibt zahlreiche Arten die meist klein bleiben. Nur selten werden Exemplare mehr als 1 Kilogramm schwer. Das Maximum liegt bei 2,2 Kilogramm. Sonnenbarsche sind in Amerika sehr beliebte Fische, als beliebtester gilt der Bluegill ( Lepomis macrochirus )mit einem Durschnittsgewicht von etwa 100 Gramm.