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Schnäpel (Coregonus Lavaretus oxyrhinchus)

Der Schnäpel gehört zur Familie der Salmoniden in der Gattung der Coregonen (Coregonus oxyrhinchus). Nahe Verwandte des Schnäpel sind Maränen, Felchen und Renken. Vor der Industrialisierung Mitteleuropas wurden jährlich große Mengen Schnäpel in den Unterläufen vom Rhein, Elbe, Weser, Ems, Eider, Schlei, Oder und auch in Dänemark, Schweden, Russland, Polen und Finnland gefangen. Vor wenigen Jahren war er in vielen Regionen fast ausgestorben, inzwischen erholen sich die Bestände, vor allem durch aufwändige und teure Besatzmaßnahmen, langsam wieder. So wurden Anfang 2006 drei Millionen Schnäpel-Brütlinge in die Trave bei Lübeck ausgesetzt.

 

Aussehen und Größe

Der Schnäpel hat einen lang gestreckten Körper, eine Fettflosse, Seitenlinie, eine tief eingeschnittene Schwanzflosse und große Schuppen. Ein deutliche Erkennungsmerkmal ist seine vorspringende schwarzblaue Nase und seine enge, unterständige Mundspalte. Die Färbung des Rückens ist baugrau bis olivgrün. Die Flanken und der Bauch sind silberfarben.

Der Nordsee-Schnäpel wird im Durchschnitt 25–50 Zentimeter groß,  bis über zwei Kilogramm schwer und hat eine Lebensdauer bis zu 10 Jahren.

 

Ernährung

Die Jungfische ernähren sich von Plankton, später von Insektenlarven, Muscheln, Krebsen und Jungfischen.

 

Fortpflanzung
Der Nordsee-Schnäpel ist ein anadromer Süßwasserfisch, der als Jungfisch die Flüsse hinab in die Küstengewässer zieht und zum Laichen -von Oktober bis Dezember  - wieder in die Flüsse zurückkehrt. Mit 4 Jahren erreicht er seine Laichreife. Der Schnäpel lebt die meiste Zeit vor und in den Flussmündungen des Wattenmeeres, in Bodden und ausgesüßten Fjorden, wie den Ringköbing Fjord oder den Nissum-Fjord.