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Schleppfischen

Großes Boot zum Schleppangeln in Nordspanien
Großes Boot zum Schleppangeln in Nordspanien

Als Schleppfischen bezeichnet man das Angeln mit einer Angelrute in einem fahrenden Boot, wobei der nachgeschleppte Köder durch die Geschwindigkeit des Bootes in Bewegung gerät.  Beim Schleppfischen werden große Bereiche des Wassers nach Fisch abgesucht. Da der Angler nie weiss wo der Fisch steht, werden seit vielen Jahren Versuche gemacht, die Lockwirkung von Ködern zu verbessern. Ein Mittel dazu ist der Einsatz von Dodgern und Flashern. Beides sind Lockbleche (sehen aus wie Blinker ohne Haken) die große Reize für die Fische in weiterer Entfernung ausgesenden und ein bis zwei Meter vor dem Köder an der Hauptschnur geknotet werden. Am anderen Ende kommt dann das Vorfach mit dem Köder. Der Flasher dreht sich ganz um die eigene Achse, während der Dodger sich in eine Schaukelbewegung bringt.

 

Hier einige weitere Begriffe zum Schleppfischen die man verstehen sollte um tiefer in die Materie einzutauchen. 

 

  • Dipsy Diver (z.B. Fa. Luhr Jensen)
    Kleine runde Plastikscheiben tauchen bis über 10 Meter Wassertiefe.
    Sie werden auch gern zum Anlocken der Fische eingesetzt. 
    Anwendung: Am Ende der Hauptschnur den Dipsy Diver mit einem Wirbel einhängen und auf der Köderseite ein Vorfach von etwa 1,40 - 1,80 Metern. Als Köder eignen sich nur leichte Blinker, Wobbler oder auch eine große Fliege. Der Dipsy Diver hat einen Clip mit dem die vordere Schnurverbindung einrastet und den Diver zum Tauchen bringt.  Bei einem Biss löst der aus Clip undder Angler kann den Fisch ohne die volle Behinderung durch den Divers drillen.
  • Fish Seeker
    Mit dem Fish Seeker lassen sich Tauchtiefen bis zu 20 Metern erreichen. Die Köder können etwas schwerer als beim Dipsy Diver gewählt werden. Die Tauchtiefe stelle man durch das Einhängen des Vorfaches in die verschiedenen Löcher des Fish Seekers ein. Nach einem Biss ist für den Fisch ein deutlich stärkerer Gegendruck da.
  • Deep Six
    Die mit einem Gewicht ausgestatten Diver können eine Tiefe bis 30 Meter erreichen. Das Prinzipist wie bei dem Dipsy Diver. Auch der Deep Six hat einen Auslöseclip, es lässt sich ohne Gegendruck drillen.
  • Yellow Bird
    Mit diesem Planer kann der Köder bis 50 Meter parallel zum Boot und in beliebiger Entfernung vom Bird angeboten werden. Die Hauptschnur läuft durch eine Öse des Yellow Birds und wird mit dem Auslöseclip fixiert. Bei einem Biss löst sich der Clip, das Yellow Bird gleitet die Schnur entlang in Richtung Köder. Es ist sinvoll den Yellow Bird ein bis zwei Meter vor den Ködermittels einer großen Perle oder eines Wirbels abzustoppen.
  • Downrigger
    Der Downrigger ähnelt einem Minikran an dem ein Bleigewicht zu Wasser gelassen wird. Mit einer Kurbel wird eine bis zu 7 Kilogramm schwere Bleikugel ins Wasser gelassen, über der sich ein zwischen 2 Wirbeln gelagerter Clip (Release) befindet. An dem Clip wird die Hauptschnur der Schleppangel eingehängt. Die Rute selbst befindet sich in einem Bootsrutenhalter. Nachdem die Montage in die gewünschte Tiefe abgelassen wurde, wird die Angelschnur mit der Rolle so stark gestrafft, dass sich die Rute biegt. Beim Anbiss löst sich die Schnur aus dem Clip, die rückspringende Rute zeigt den Biss an und der Fisch kann problemlos gedrillt werden. Mit dem Downrigger lassen sich nahezu alle Köder auf Tiefen von über 150 m bringen (schwebende und schwimmende Wobbler, leichte Schlepplöffel, Gummifische und auch tote Köderfische am System).

Schleppfischen: Links

Bewährte Schleppköder

Blinker:

Apex A3 in 93, 409 und 351

Echo in 3003 und 3051

Northern King NK28 in Frog

Wobbler:

Ukko 9+12 cm

Tomic Classic 10 cm in 423 und 246