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Radfahren, Angeln und Urlaub

Fahrrad mit Campingausrüstung und Angelsachen an der Kongeau.
Fahrrad mit Campingausrüstung und Angelsachen an der Kongeau. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Das Fahrrad ist für viele Angler ein nützliches und Umweltschutz schonendes Transportmittel, egal ob es Abends ans Vereinsgewässer geht oder ob man am Wochenende zwei Tage am Wasser verbringen möchte. Und auch richtiger Urlaub, Angeln und Radfahren passen zusammen, selbst wenn man mehrwöchige Touren plant.

Allerdings ist selbst im Alltag ein wenig Planung notwendig, all die notwendigen Utensilien auf dem Rad unterzubringen, vor allem wenn es gilt Stipp-, Grundangeln inklusive Kescher, Rutenhalter, Gerätekoffer, Gummistiefel, Regenjacke und anderen Equipment ans Wasser zu befördern. - Eimer mit Anfütterungsmaterial, Hocker und so manches andere Zubhör kann man bei längeren Touren allerdings vergessen, wenn man alles auf dem Fahrrad transportieren möchte.

Da wundert es nicht, dass sich viele Angler einen Anhänger ans Fahrrad hängen.

Wer allerdings mit einer Rute auskommt, zum Beispiel Spinnfischer oder Fliegenangler, das hat es deutlich einfacher. Angeltasche, Rute und Klappkescher kann der Angler locker um die Schulter hängen und es kann losgehen.

Als Angler mit dem Fahrrad in den Campingurlaub - Wie geht das mit dem Kochen?

Auch am Rhein lässt sich fischen
Auch am Rhein lässt sich fischen

Als Angler mit dem Fahrrad in den Urlaub fahren, auch das geht ohne Probleme. Vergleichsweise einfach ist die Angelegenheit, wenn man mit seinen Angelsachen und seinem übrigen Gepäck eine Pension, ein Hotel, eine Ferienwohnung oder Jugendherberge ansteuert, um dort Urlaub zu machen.

Deutlich komplizierter wird es, wenn man Campingfan ist. Zelt, Schlafsack, Matratze und Kochgeschirr müssen mit und natürlich auch Verpflegung. Aber mir einem gutem Tourenrad funktioniert das recht gut. Natürlich kommt nur ein modernes kleines Zelt und ein ebensolcher Schlafsack in Frage. Als Kocher bieten sich kleine Spiritus- oder Gaskocher an. Ein Nachteil, wenn man mit dem Fahrrad Urlaub macht und auch noch Angelsachen mitnehmen muss, sind die fehlenden Kühlmöglichkeiten.

 

Kühlen

Meeresangler im französischen Baskenland
Meeresangler im französischen Baskenland

Viele Campingplätze bieten Kühlmöglichkeiten für Radwanderer an, zum Beispiel Kühlschliessfächer oder einfach Platz in einer Gemeinschaftstiefkühltruhe. Ein alter Trick ist das Eingraben eines kleinen Eimers mit Deckel in den Boden; Inhalt rein, Deckel gut verschließen (Insekten) dickes Holzbrett drauf, fertig ist die einfache Kühlmöglichkeit. Klar kann man da kein frisches Hühnerfleisch oder Hackfleisch deponieren, aber Eier, Butter, Brot, Käse, Wurst, Milch oder Bier, das geht.

Ein anderer Trick: ein großes Tuch aus Wolle (Baumwolle geht auch) nass machen, die Lebensmittel (Flaschen, Gläser, in Folie eingepackte Dauerwurst, Hartkäse, Gemüse oder Obst) darin einwickeln und in die Sonne oder den Wind legen, immer feucht halten! Durch die Verdunstungskälte werden die Lebensmittel gekühlt.

Ruten, Rollen und weiteres Zubehör

Abgelegener norwegischer Campingplatz
Abgelegener norwegischer Campingplatz

Das man sich auf einer Radtour beschränken muss, ist klar. Ein oder zwei normale Steckruten kann man bei einem Herrenrad vorne an die Stange binden, aber moderne Reiseruten sind praktischer. Mit Transportlängen zwischen 40 und 60 Zentimetern lässt sich gut Leben, sie lassen sich gut auf der Satteltasche oder in einem Rucksack verstauen.

Trotzdem, mehr als drei Ruten brauchen es nicht zu sein, schließlich sollen noch die passenden Rollen ins Gepäck und Posen, Blinker, Ersatzschnur, Wirbel, Bleie, Kescher usw. mitgenommen werden. Man bedenke, auch in der Zielregion gibt es Angelgeschäfte und die Fachleute vor Ort wissen am ehesten welche Blinker, Wobbler, Gummifische oder Fliegen in den Gewässern vor Ort fängig sind.

 

Urlaubsziele für Angelurlaub mit Rad

Zweimannzelt mit Wehrmachtsplane als Windschutz
Zweimannzelt mit Wehrmachtsplane als Windschutz

Deutschland Für deutsche Angler ist Deutschland ein sehr geeignetes Land, um Radfahren und Angelurlaub miteinander zu verbinden. Den Jahresfischereischein hat man sowieso, die Verständigung ist kein Problem, so dass man sich überall durchfragen kann, aber meist gibt es die örtlichen Angelscheine sowieso im nächsten Angelgeschäft.

Frankreich Ein geeignetes Land für Angelurlaub mit dem Rad! Die regionale Angelerlaubnis (Tages- Wochen- oder Jahresscheine) lässt sich ohne Probleme und Zeitverlust in Angelshops, Zeitschriftenläden, Campingplätzen und Touristbüro gegen Vorlage von Personalausweis oder Reisepass erwerben.

Wer die Region (vergleichbar mit unseren Bundesländern) wechselt, braucht allerdings einen neuen Angelschein. Dies gilt für Süßwassergewässer.

Das Angeln im Meer, egal ob von der Küste oder auf hoher See ist frei.

Spanien Eher nicht! Einen Angelschein bekommt man nur in den Fischereibehörden in der Provinzhauptstadt, das Prozedere des Erwerbs ist kompliziert und Zeit raubend. Für das Angeln im Meer braucht man dann noch einen Extraschein! Außerdem ist das Land über weite Strecken recht gebirgig, was zum Radfahren nicht ideal ist.

Dänemark Ein Paradies für Angler und Radfahrer, den staatlichen Angelscheine kann man bereits in Schleswig-Holstein oder übers Internet erwerben, das Land ist flach (Nordseeküste) oder nur mäßig hügelig (Ostseeküste) und es gibt kleine Flüsse, Bäche, Seen, Teiche und Küstengewässer nach jedem Geschmack.

Norwegen Wenn das Land nicht so gebirgig wäre, dann wäre es ideal. Aber unmittelbar an der Küste ist es meist okay. Die Möglichkeiten für Angler sind sehr vielfältig.Das Angeln im Meer ist frei, Angelscheine für Süßwassergewässer sind überallleicht zu bekommen.