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wrackangeln

Meerforelle - Angelmethoden

Die Meerforelle ist eines der beliebtesten Angelfische im Meer in Skandinavien, Deutschland und den Baltischen Staaten. Ihr Vorteil ist, das sie sich - auch in durchaus kapitalen Größen - gut vom Ufer aus fangen lässt. Außerdem kann man sie beim einfachen Schleppfischen, aber auch beim aufwendigeren Trolling-Angeln erbeuten.

Wie andere Raubfische auch ist die Meerforelle oft launisch, manchmal allerdings schnappt sie kritiklos nach Allem was man ihr vorsetzt. Ein anderes Mal will sie nur auf einen ganz speziellen Köder beißen. Es gibt jedoch Techniken und Köder, die je nach Jahreszeit besser fangen als andere.

Spinnfischen

Die Spinnfischerei ist die häufigste Art ihr nachzustellen. Sie hat den Vorteil, das man sich neuen Gegebenheiten gut anpassen kann. Eine 2,40 bis 3,00 Meter lange Rute, mit einem Wurfgewicht von 10-30 Gramm ist gut geeignet. Dazu eine leicht laufende Stationärrolle mit 200 Meter Schnur von 0.20-0.25 Millimeter. Außerdem einige Küstenwobbler, Pilker, Blinkern, Wasserkugel und Fliegen. Das Spinnfischen wird von den meisten Anglern bevorzugt. Es ist unkompliziert und es werden zahlenmäßig auch mehr große Fische hiermit gelandet als mit der Fliege. Die ganz großen Fische halten sich in der Regel weiter draußen auf, wo sie größere Beutetiere jagen, und für den Fliegenfischer außer Wurfreichweite sind. Zu den erfolgreicheren Kunstködern gehören Blinker wie Toby, Smelt, Sølvpilen, Jensen Tobis und Wobbler wie Gladsax, Hingsten und Kutlingen.

Im Frühjahr und im Herbst, wenn die Wassertemperatur ideal ist, und die Fische aktiv jagen, kann man die Köder schnell und am besten mit variierten Bewegungen einspinnen, im Winter sollte man langsamer fischen. Wenn die Meerforellen eine gewisse Größe erreicht haben, brauchen sie größere Beutetiere. Die gibt es in etwas tieferem Wasser, z.B. Sandaale, Heringe oder Sprotten. Weite Würfe mit großen Küstenwobblern sind nötig, wenn man zielstrebig den größeren Fischen an den offenen Küsten nachstellt. Setzt man auf die großen Meerforellen an der offenen Küste, braucht man Ruten um die drei Meter und 0.25-0.30 Millimeter Schnur. Als Köder sind große Küstenwobbler von 20-30 Gramm ideal. Normalerweise werden naturgetreuen Farbkombinationen gefischt, nur im Winter können fluoreszierende oder rötliche Farbtöne eine bessere Wahl sein. Beim Spinnangeln sollte die Geschwindigkeit des Einholens immer variiert werden. Meistens beisst der Fisch in der Sekunde, wo man nach einer Pause den Blinker wieder in Fahrt bringt. Wenn nicht können Sie den Blinker auf den Boden sinken lassen, etwas warten und dann weiter einholen. Oft beißt der Fisch dann doch noch zu.

UL-Spinner

Viele Spinnfischer vor allem auch in der Meerforellenhochburg Fünen bevorzugen die Ultraleichte Fischerei. Dazu braucht man lange und geschmeidige Spinnruten von 2,70 bis 3,00 Metern Länge, Köder von 2-12 Gramm und 0,15-0.20 Millimeter dünnen Schnur. Wie überall sollte man das örtliche Angelgeschäft besuchen und erfragen was in der Gegend fängig ist und welche Stellen zur Zeit zu empfehlen sind.

Wasserkugel und Fliege.

An den Tagen an denen die Fische nur kleinerer Beute nachjagen, kann man mit Hilfe der Wasserkugel auch als Spinnfischer auf Fliegen umsteigen. Die Fliege lässt sich dann mit der Spinnrute weit werfen. Die Wasserkugel ist kugelrund und ist mit zwei Ösen versehen, eines für die Schnur und eines für Vorfach und Fliege. Die klassische Wasserkugel ist zwar durchsichtig, aber inzwischen haben sich auch Kugeln mit Signalfarben etabliert. Sie sind einfach viel besser zu sehen. Außerdem benutzen viele Angler Durchlaufschwimmer die länglich sind und bei denen die Schnur durch die Pose hindurchgeführt wird. Wird der Kugel nur zum Teil gefüllt, treibt sie, wird sie ganz gefüllt, sinkt sie langsam. So können Sie das Wurfgewicht und die Angeltiefe, je nach der Stelle die Sie beangeln, einstellen. Das Vorfach sollte zwischen zwei und vier Meter lang sein. Der Vorteil der Durchlauf-Wasserkugel ist der unmittelbare Kontakt zur Fliege bzw zum -vielleicht vorsichtig - beißenden Fisch. Auch spürt der Fisch keinen Widerstand. Die Fliege sollten Sie wirklich langsam einholen und Sie sollten daran denken kurz bevor die Wasserkugel ihr Ziel erreicht den Wurf abzubremsen, damit das Vorfach sich strecken kann. Am besten machen Sie immer nur eine halbe Umdrehung mit der Rollenkurbel warten ein wenig und "spinnen" langsam weiter. Obwohl es im allgemeinen von Vorteil ist weit werfen zu können, werden viele Fische in einem Abstand von nur 10-20 Meter vom Angler gefangen. Dies sollte sie daran erinnern auch das seichte Wasser vorsichtig abzufischen, bevor Sie weit hinauswaten. Denken Sie bitte daran immer mit allergrößter Vorsicht zu waten!!! Eine große Hilfe bietet ein Watstock.

Fliege und Wasserkugel einzusetzen ist auch vorteilhaft, wenn die Meerforelle immer wieder an die Rutenspitze kommt ohne zu beißen. Die Fliege kann man aber auch gut vor den Spinnköder montieren.

 

Fliegenfischen

Wenn die Meerforellen dicht vor der Küste steht und kleine Beutetiere jagt, ist der Fliegenfischer im Vorteil. Außerdem hat die Fliege bei niedrigem Wasserstand große Vorteile.

Die Ausrüstung

Mit einer 9-10 Fuß langen Fliegenrute der Klasse 7-8 kommt der Einsteiger gut zurecht. Eine Rolle sollte natürlich salzwasserbeständig sein, eine Scheibenbremse haben und 100 Meter 20 lbs. Backingschnur oder mehr haben. Wenn dann noch eine Schnur vom WF-Typ auf der Rolle ist, ist man technisch gut ausgerüstet, denn bei Wind lässt sich die Schnur gut werfen. Angelt man allerdings im flachen Wasser ist es günstiger eine Schwimmschnur zu verwenden. Ein Schnurkorb ist praktisch bei Wellengang und starkem Strom, weil man weniger Verhedderungen hat.

Das Vorfach sollte zwischen 9 (Intermediate-Schnur) und 12 (Schwimmschnur) Fuß Länge haben. Es kann 0.28 Millimeter an der Spitze messen, wenn man die etwas größeren Fliegen benutzt, ansonsten kann man bis 0.18 Millimeter heruntergehen. Das hängt auch von den Strömungsverhältnissen und den Hindernissen im Wasser ab.

Wenn Sie sich dann gleichzeitig mit den Fachleuten im örtlichen Angelgeschäft unterhalten, erfahren Sie welche Fliege im Moment am erfolgreichsten ist.

Im allgemeinen sollte man kleine Fliegen langsam führen und große Fliegen schnell einzuholen. Außerdem empfiehlt es sich die Fliege im kalten Wasser langsamer als im warmen Wasser zu führen.