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wrackangeln

Meeresangeln in den Niederlanden

Meeresangler mit schönem Dorsch
Meeresangler mit schönem Dorsch

Die Küsten der Niederlande und Belgiens bestehen im wesentlichen aus Sandstränden an denen man Brandungsangeln ausüben kann, ähnlich wie an der deutschen Nord - oder Ostseeküste.

 

Einige Küstenabschnitte haben allerdings, bedingt durch die starken Befestigungen, die ja hauptsächlich aus Stein und Beton bestehen, den Charakter von Felsküsten angenommen, an denen sich entsprechende Flora und Fauna etabliert hat. Der Fisch der an der deutschen, holländischen und auch der dänischen Küste am meisten von den größeren Angelkuttern gefangen wird, ist der Dorsch.

Meeresangeln vom Privatboot
Meeresangeln vom Privatboot

Ab Mitte November kommen die Dorschschwärme in Küstennähe und dann lohnt sich auch wieder das Wrackangeln. Allerdings gibt es oft wochenlang wegen zu hohem Seegang keine Ausfahrten.

Die Saison geht bis in den Juli hinein, danach verschwinden die Schwärme wieder und es gibt an den Wracks nur noch einzelne, standorttreue Fische.

Von kleineren Booten aus fischt man - speziell in den Niederlanden - im Sommerhalbjahr oft auf Seebarsch. Beifang sind die verschiedenen Plattfischarten, Pollack, Makrele und Hornhecht. Hin und wieder gehen in Südholland und in Belgien Rochen und Haie an den Haken. Außerdem wird von einige Kutter in den Wattengebieten oder in der Osterschelde speziell auf Plattfisch und Seezunge gefischt. Beim Seezungenangeln ist allerdings auf kleinere Hakengrößen zu achten.

Kutterangeln

Kutter- und Bootsangler über einem Wrack
Kutter- und Bootsangler über einem Wrack

Naturköder

Die Niederländer und Belgier fischen von den großen Angelkuttern meist mit Naturköder. An einfachen Wrackmontagen mit einem Endblei werden an zwei kurzen Seitenarm Wattwürmer angeködert. Auch gut sind Wattwürmer kombiniert mit Hering oder Calamaris. Die Calamaris muß man frisch kaufen und selber einfrieren. Die Tiefgefrorenen, die man zu kaufen bekommt, sind fast immer glasiert. In England benutzt man die Glasierten aber mit Erfiolg. Vielleicht gehen die also doch, obwohl unsere Erfahrung da wiederspricht. Gelbe leuchtende Tintenfische und oder Perlen sind meistens gut. Es kann aber immer mal eine andere Farbe laufen. Auch bei der Hakengröße sollte man eventuel varieren.

 

Pilker
Pilker

Pilker

Am wichtigsten ist es das richtige Pilkergewicht zu finden! Angler die ihren Köder ( Pilker ) häufiger wechseln fangen i.A. mehr.  Heringspilker fangen an Tagen mit wenig oder keiner Strömung. Normalerweise reichen 150 - 300 Gramm. Ein guter Pilker ist ein Sandaalpilker von 250gr ( Ohne Farbe! ). Drilling mindestens 6/0 er von Mustad. Sprengringe 4/0 von Mustad. Zu weiche Sprengringe biegt sich im Drill auf! Manchmal kann es sinnvoll sein den Pilker etwas zu verbiegen, damit er eine lebhaftere Aktion bekommt. Schwere Jigköpfe mit großen Gummifischen sind sehr erfolgreich. Werfen und auf sich zutreiben lassen, falls das platzmäßig möglich ist. Twister als Beifänger auf einem großen Haken nicht vergessen, fast alle Meeresfische sind damit fangbar. Allerdings nehmen z.B. die Kutterangler die von der Osterschelde aus herausfahren, meist nur einen Haken, weil zwei schwerere Dorsche in der Strömung kaum heraufzubekommen sind. Nadelscharfe Haken sind wichtig!!! Bei ruhiger See leichte Pilker ( 50 - 100gr ) verwenden. Über dem Wrack ankern und mit kurzen, vertikalen Rucken angeln. Häufig beissen dann auch Wolfsbarsch und Pollack.  Viele Angler nehmen zum Pilken 0,30mm Dyneema, daran ein Karabiner-Wirbel. Davor ein 40cm langes Stück monofile Schnur von geringerer Tragkraft -als Sollbruchstelle - um den Verlust der teuren Geflochtenen zu vermeiden. Mit einer Schlaufe wird der benötigte Pilker dann in den Karabiner- wirbel eingehängt. Es gibt allerdings Kutterkapitäne die nicht gerne Pilker sehen (z.B. einige in Den Helder).

Links

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Dixhoorn

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