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Makrelenangeln

Makrelenangeln
In Deutschland und den Niederlanden sind die Kutter zum Makrelenangeln oft recht groß

Die Makrele ist ein typischer Sommergast an der Nord- und Ostsee. Meist wird dem typischen Schwarmfische vom Angelkutter aus nachgestellt. Makrelenangeln ist in Deutschland unter Anglern nicht unumstritten. Viele Angler meinen, das beim Makrelenangeln das Fangen keine Kunst ist und Massenfänge garantiert sind. Dem ist aber nicht unbedingt so.

Zwar gibt es durchaus Tage an denen die Makrelen wie verrückt beißen und Angler mit Fängen von 100 oder gar 200 Makrelen nach Hause gehen, aber dies ist die Ausnahme. Häufig ist zu beobachten, dass einige wenige "alten Hasen" mit guten Fängen von Bord gehen, andere aber nur drei oder vier, oder auch nur zehn Fische erwischt haben.

Also scheint es doch Geheimnisse zu geben:

Tipps zum Makrelenangeln

Norwegische Makrele
Norwegische Makrele

Zum einen sind nicht alle Makrelenpaternoster (Montagen mit vier oder fünf kurzen Seitenschnüren) gleich fängig. An manchen Tagen bevorzugen die Fische bestimmte Farben und Formen.

Auf der anderen Seite stehen die Makrelen oft in einer eng begrenzten Wassertiefe, wer tiefer oder höher angelt geht leer aus und auch wer die Montagen beim Makrelenangeln ohne Überlegung durchs Wasser zieht: An manchen Tagen sollte man eher vorsichtig agieren.

 

Außerdem verlieren Anfänger oft wertvolle Angelzeit, weil sie sich mit den Schnüren der Nachbarangler verheddern. Es ist sehr sinnvoll die Nachbarn und ihre Schnüre im Blickfeld zu behalten, um im Zweifelsfall die eigene Montage schnell einzuholen und vor Verwicklungen zu retten. Während die anderen dann ihre Zeit mit dem Lösen der Knoten verbringen, kann man selber seine Montage wieder zu Wasser lassen und weiter angeln.

 

 

Die Behandlung der gefangenen Makrelen

Wenn das eigentliche Makrelenangeln dann losgeht, also die Fische beißen, dann sollte man gut vorbereitet sein:

Die Fische werden vom Haken gelöst, mit einem Schlag auf den Kopf betäubt und mit einem Stich ins Herz getötet.

Danach werden sie vor der Sonne geschützt und bei allernächster Gelegenheit ausgenommen und gewaschen. Ein selbst mitgebrachter Eimer mit einer kräftigen Schnur ist dabei sehr hilfreich.

- Da die Angelkutter oft ihren Standort verlegen ist das Säubern meist innerhalb einer halben Stunde möglich. -

Die gewaschenen Makrelen werden abgetrocknet (Küchenrolle mitnehmen) und auf Eis gelegt.

Wenn man sich nicht sicher ist im Hafen Eis kaufen zu können sollte man dieses von zu Hause mitbringen. Dafür kann man einige Tage (oder länger) vor der Makrelentour beispielsweise leere Speiseeisbehälter mit Wasser gefüllt in seine Gefriertruhe oder -Schrank stellen, aber immer nur einen grpoßen oder zwei kleinere. Ansonsten würde es im Gefrierschrank schnell zu warm werden und das übrige Gefriergut Schaden nehmen.

Es hat sich bewährt, die gewaschenen und trockenen Makrelen in eine Kühltasche zu geben und alle zwei Schichten etwas Zeitungspapier oder einen sauberen Lappen darüber legen und dann erst das Eis platzieren. Darüber kommt wieder etwas Zeitung oder ein Lappen! Die Makrelen sollen schließlich nicht an der Oberfläche schon anfrieren. Dies kann man mehrmals wiederholen. Da die kühle Luft, die vom Eis ausgeht, nach unten fällt, werden die Makrelen gut gekühlt und halten sich bis nach Hause wunderbar.

Wer die frisch gefangenen Makrelen nicht sorgfältig behandelt, bringt sich um einen Gutteil des Wohlgeschmacks der frischen Makrele.