Direkt zum Inhalt springen
wrackangeln

Leng (Molva molva)

Leng von 40 Pfund
Leng von 40 Pfund

Beschreibung

Der Leng ist das längste Mitglied der großen Familie der dorschartigen Fische. Durch seine Form wird er kaum mit anderen Fischen verwechselt werden. Außerdem hat er im Gegensatz zu seinen Verwandten nur zwei Rückenflossen, dabei ist die vordere nur kurz. Der Kopf ist verhältnismäßig klein, die Augen sind groß und sein Bartfaden unter dem Kiefer recht lang.

Er wird bis zu 40 Kilogramm schwer und 180 Zentimeter lang. Normalerweise sind die gefangenen Fische zwischen 60 und 100 cm lang bei einem Gewicht bis sieben Kilogramm.

Anders beim Angeln auf große Leng. Es dürfen nur stabilste Sprengringe, Wirbel, Haken und Schnüre eingesetzt werden. Vorfachschnüre von 1 bis 1,2 Millimeter (!), verhindern Schnurbrüche. Bewährt haben sich spezielle Großlengmontagen aus dem Fachhandel, diese haben allerdings ihren Preis.

Lebensraum

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nord-Norwegen bis in den Ärmelkanal hinein. Der Leng lebt in Tiefen zwischen 40 bis 400 Metern. Er ist ein Grundfisch, der von kleinen Fischen lebt, und gut mit der Angel zu fangen ist. Er ist immer über felsigem Grund zu fangen. Er liebt Verstecke und ist deshalb sehr oft bei Wracks zu finden. In England gilt er als ausgesprochener Wrackfisch.

Saison

Er beisst von Anfang März bis Ende Oktober, aber auch im tiefsten Winter kann man ihn fangen wenn man den Köder tief genug anbietet, d.h. ab 200 bis 300 Meter. In Südnorwegen werden im Winter regelmäßig sehr große Exemplare gefangen.

Angelmethoden

Er beißt sowohl auf Naturköder z.B. Heringsfilets, Heringsstücke, Sandspierlinge oder Tintenfisch, als auch auf Pilker. In England werden große Pilker eingesetzt, die am unteren Ende anstelle eines Drillings eine Mundschnur mit einem Einzelhaken haben. Dieser Einzelhaken ist dann mit Tintenfischstreifen versehen. Kleine und mittlere Leng fängt man in Norwegen recht oft, der Anspruch ans Gerät ist hierbei nicht allzugroß. Wer seine Montagen selber baut, sollte drei Wirbel pro Sprengringe verwenden. Einer führt nach oben zur Hauptschnur, einer geht zum Vorfach (40 - 60  Zentimeter) und der dritte zeigt nach unten  zum zweiten Sprengring mit ebenfalls drei Wirbeln, eines führt wieder zum Vorfach und der letzte Wirbel geht zum Grundblei, aber mit dünnerer Schnur.

 

Kulinarisches

In der Küche hat er einiges zu bieten. Er eignet sich nicht nur zum braten, sondern durch sein festes Fischfleisch kann man ihn auch sehr gut zum dünsten oder schmoren (Fischgulasch) nehmen. Auch zusammen mit einer Lachsfarce in Mangold gewickelt und im Backofen bei 160 Grad gegart und mit einer Bärlauchsauce serviert, ist er sehr lecker.