Direkt zum Inhalt springen
wrackangeln

Köhler (Pollachius virens)

Beschreibung

Den Köhler erkennt man an seinem vergleichsweise gestrecktem Körperbau und seinem fast schwarzen Rücken, mit einem manchmal bläulichem oder grünlichem Schimmer. Hinzukommt eine deutlich sichtbare sehr helle, kaum gekrümmte, Seitenlinie und ein unterständiges Maul. Dieses ist beim Köhler allerdings nicht ganz so ausgeprägt wie beim Pollack.

 

Lebensraum

Norwegischer Köhler
Norwegischer Köhler

Der Köhler ist ein Fisch des nördlichen Atlantik von Spitzbergen bis in die Biskaya. Im Brackwasser und in weniger salzigen Meeresabschnitten findet man ihn kaum. Auch in der südlichen Nordsee mit seinen Flachwassergebieten ist er fast unbekannt. Er bevorzugt tiefes Wasser. In der Ostsee ist er nur selten zu finden und in den Belten und im Öresund kommen nur Jungtiere vor. der Köhler laicht in den Monaten Januar bis April in Gebieten mit hohem Salzgehalt und Wassertemperaturen zwischen sechs und acht Grad. Er wird deutlich über einen Meter lang und bis 20 Kilogramm schwer. Dies stellt aber einen absoluten Rekord dar. Normalerweise ist ein Fisch von 10 Kilogramm schon ein Rekordfisch.

Angelmethoden

Meist wird dem Köhler mit Paternostersystemen nachgestellt, wobei oft kleinere Fische bis 50 Zentimetern beißen. Wer mit größeren Kuttern weiter vor der Küste fischt kann mit stabilen Paternostersystemen auch große Exemplare erwischen. Allerdings sollte dann auch die Hakengröße mindestens 6/0 betragen. Die bewährten norwegischen Gummimakks sind immer noch sehr erfolgreich.

Auch das Spinnfischen vom Ufer ist an den geeigneten Stellen erfolgreich. Seit einigen Jahren wird dem Köhler in Norwegen über tiefem Wasser mit sehr schnell geführten Blinkern und mittleren Spinnruten- und Rollen nachgestellt. Dabei sollte allerdings die Bremse sehr fein eingestellt sein, da der Köhler nach einem Biss sofort mit einer rasanten Flucht beginnt. Desweiteren findet man den Köhler oft in stark strömenden Gewässerabschnitten. In einigen Gebieten fängt man die großen Köhler hauptsächlich bei bestimmten Mondphasen. Wie so oft lohnt sich gezieltes Nachfragen bei den einheimischen Petrijüngern.

Ernährung

Der Speiseplan des Köhler besteht aus kleinen Fischen wie Heringen und Sandspierlingen.

Kulinarisches

Der Köhler wird im Handel unter dem Namen Seelachs verkauft. Zu früheren Zeiten war er wegen seines etwas gräulichen Fischfleisch schwer verkäuflich. Auch heute noch ist er preiswerter als andere Fischarten, dabei ist er frisch gefangen ausgesprochen wohlschmeckend.

Gummifisch

Optimale Gummifische auf Köhler:

- etwa 12 Zentimeter lang

- weiß oder hell

- zweiter Haken in Schwanznähe

- Jigköpfe zwischen 30 und 90 Gramm, in Nordnorwegen auch bis 400 Gramm.