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wrackangeln

Katfisch (Anarhichas lupus)

Der Katfisch, auch Seewolf oder Steinbeisser genannt, hat einen langgestreckten, sich zum Schwanz hin rasch verjüngenden Körper. Bei seinem großen runden Kopf fällt sofort das breite Maul auf. Die vorderen kräftigen Hauzähne und hinteren "Mahlzähne" verleihen dem Kopf ein raubtierartiges Aussehen. Der gestreifte Katfisch wird bis 1,2 Meter lang und 25 kg schwer. Der gefleckte Katfisch lebt ähnlich wie der gestreifte, aber sein Verbreitungsgebiet ist weiter nördlich.

 

Der Katfisch lebt hauptsächlich auf Steinböden und in Tangfeldern, während der Laichzeit oft auch in der Gezeitenzone. Der Katfisch laicht zwischen November und Februar in Tiefen von 40 bis 200 m. Im Norden laicht er früher, im Süden später. Als Köder haben sich Heringsfetzen oder Pilker bewährt. Auf Springer beisst er seltener. Wegen ihrem festen Fleisch werden die Katfische meistens gebraten.

 

Der Katfisch ernährt sich von Muscheln, Krabben, Seesterne, Schnecken und Krebse. Beste Saison ist das Frühjahr mit den beiden Spitzenmonaten April und Mai.

 

 

Angeln auf Katfisch

Katfisch
Katfisch vom Gelben Riff

Katfische fängt man immer am Grund. Meist bevorzugt er tangbedeckten, felsigen Grund. Manchmal findet man ihn aber auch über Sand und Schlamm.

 

 

Im Spätsommer wandern die Katfische von der Küste in flachere Buchten mit weichem Grund. Der Steinbeißer hat sein furchteinflößendes Gebiss, um damit Muscheln, Krabben, Seesterne und Krebse zu zermalmen.

 

Somit ist auch die Angelmethode klar: Man fischt mit Naturködern am Grund. Neben Garnelen oder Muschelfleisch nimmt der Seewolf auch Makrelen- oder Heringsfetzen.

 

Das Grundblei sollte beim Angeln immer wieder den Meeresgrund berühren. Das reizt die manchmal trägen Fische zusätzlich und verleitet sie zum Biss. Geflochtene Schnur ist von Vorteil, da man auch vorsichtige Bisse in 70 Meter Wassertiefe noch gut spürt. Wegen seiner kräftigen Zähne sollte man ein Stahlvorfach benutzen. Als Köder haben sich Heringsfetzen oder Pilker bewährt. Auf Beifänger beisst er seltener.

 

 

Kulinarisches

Wegen ihrem festen Fleisch werden Katfische meistens gebraten, aber auch zu Schmorgerichten lässt er sich hervorragend verarbeiten.