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wrackangeln

Karpfen (Cyprinus carpio)

Drill eines spanischen Karpfens - kurz vor dem Kescher
Drill eines spanischen Karpfens - kurz vor dem Kescher. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Beschreibung

Karpfen sind von Mönchen schon im Mittelalter in Europa kultiviert und verbreitet worden. Hauptsächlich sollte dieser, aus Asien stammende Fisch, in Fastenzeiten die Speisekarte bereichern. Deshalb wurden er schon damals in Teichen gezüchtet. Die Stammform des Karpfens besitzt einen kräftigen, walzenförmigen Körper und eine lange Rückenflosse, während die Afterflosse kurz ist. Um sein Maul findet man vier fleischige Bartfäden. Kreuzungen zwischen Karpfen und Karausche besitzen nur zwei Barteln. An seinen Flanken ist der Wildkarpfen goldgelb bis braun, auf dem Rücken dunkler, am Bauch hell. Seine paarige Flossen und die Schwanzflosse sind meist rötlich, die Rückenflosse ist graublau.

Schuppenkarpfen
Schuppenkarpfen

Der Wildkarpfen wächst wesentlich langsamer als seine Kulturformen. Unter den Bedingungen in Mitteleuropa erreicht er im vierten Lebensjahr etwa 32 bis 36 cm Länge und ein Gewicht von einem Kilo, mit 15 Jahren wiegt er 4 kg bei einer Länge von 60 cm. Unsere Karpfen erreichen ihre Geschlechtsreife mit 4-5 Jahren. Ende Mai und im Juni laicht er in den Uferzonen ab 15 Grad Celsius Wassertemperatur. Allerdings ist die optimale Temperatur 18 Grad Celsius. Die Eier werden an Wasserpflanzen abgestreift. Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Minikarpfen von Kleinplankton und Bodenorganismen, aber auch Pflanzen und ihre Pflanzensamen. Karpfen sind Schwarmfische, die den Winter an den tiefsten Stellen überdauern und in dieser Zeit meist keine Nahrung aufnehmen. Allerdings werden sie an warmen Wintertagen durchaus einmal aktiv und nehmen in bescheidenen Umfang auch Nahrung zu sich. Karpfen sind wertvolle Nutzfische und Leder- und Spiegelkarpfen sind in jedem Fischgeschäft zu finden. Bei uns wird die Wildform heute kaum noch gefangen, in Spanien allerdings gibt es noch größere Bestände. Die Erhaltung der Wildkarpfen ist wichtig für eventuelle Kreuzungen mit den Kulturformen. Der Karpfen erreicht eine Größe bis etwa 100 Zentimetern und über 30 Kilogramm Gewicht.

 

 

Lebensraum

Er ist durch die Teigwirtschaft in ganz Europa verbreitet, außerdem wird er oft gezielt ausgesetzt. Ihn findet man in allen etwas wärmeren Gewässern, sowohl in kleinen Bächen, Flüssen, Seen oder Teichen. Der Europäische Karpfen wurde vor wenigen Jahren auch nach Australien eingeführt. Er ist inzwischen bis nach Tasmanien vorgedrungen. Dort steht er in Verdacht, die komplette heimische Fischwelt zu verdrängen.

 

 

Angelmethoden

Geangelt werden kann er mit den unterschiedlichsten Methoden des Grundangelns. Sowohl Posenfischen, als auch das Angeln mit Bolies, Kartoffeln, Frühstücksfleisch, Knödel, Wurm usw. kann erfolgreich sein. Im Sommer, bei schönem Wetter, macht auch das Angeln mit der Wasserkugel viel Spaß und ist oft erfolgreich. Als Köder nimmt man dann meist Weißbrotwürfel.

 

 

Kulinarisches

Der Kapfen ist ein wohlschmeckender Speisefisch, der sowohl gebacken in Bierteig, als auch mit anderen Zubereitungsarten sehr wohlschmeckend ist. Nur im Sommer, wenn er bestimmte Algen frisst, kann er etwas modrig schmecken.

 

Mehr über Karpfen und seinen Fang bei www.angeln-im-internet.de