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wrackangeln

Haie: 21 Familien mit 350 Arten

Die Ordnung der Haie umfasst 21 Familien mit etwa 350 Arten. Die einzelnen Haiarten weisen ein sehr unterschiedliches Äußeres auf. Sägehaie besitzen eine lange Schnauze mit sägeartigen Zähnen, Engelshaie haben einen abgeflachten Körper, Ammenhaie haben Barteln vor ihrem Maul und Hammerhaie fallen durch ihren hammerartigen Kopf auf.

Für Angler sind allerdings von den 350 Arten nur etwa zwei Dutzend interessant, weil sie regelmäßig an den Haken gehen. Allerdings wird auch beim Meeresangeln auf Haie, wie auch beim Marlinfang, der echte Angler die Fische nach dem Fang wieder zurücksetzen.

Blauhai
Blauhai gefangen von Gästen von Tir na Spideoga in Irland.

Haie haben Knorpel anstelle Knochen. Deswegen sind sie leichter als ein Fisch mit einem Knochengerüst. Außerdem haben Haie eine ungewöhnlich große, ölhaltige Leber. Die Leber gibt ihnen zusätzlich Auftrieb, was auch notwendig ist, weil sie keine Schwimmblase besitzen. Hochseehaie schwimmen ständig, um nicht abzusinken.

Ihre Haut ist von sehr kleinen zum Schwanz weisenden Zähnchen besetzt. Dadurch hat sie einen niedrigen Strömungswiderstand, die ihnen kurzfristig Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometer pro Stunde ermöglicht.

Verschiedene Hai- Arten

Blauhai (Prionace glauca)

Den Blauhai erkennt man leicht an seinem dunkelblauen Rücken und hellblauen Flanken. Nach dem Fang verblassen die Farben aber sehr leicht. An der Küste findet man ihn, im Gegensatz zum Heringshai oder dem Hundshai, selten. Er ist ein Fisch der offener See, die englischen Angler erbeuten ihn meistens 15 bis 20 Kilometer von der Küste entfernt. Er ist ein Hai für Anfänger, der einmal gehakt vergleichsweise geringen Widerstand leistet. Ein Fisch über 40 Kilogramm gilt als gut, viele gefangene Exemplare sind nur halb so schwer. Das Höchstgewicht, mit Rute und Rolle gefangener Blauhaie, beträgt etwa 100 Kilogramm, Berufsfischer erbeuten noch wesentlich schwerere Fisch.

 

Dornhai >>>

 

Fuchshai (Alopias vulpinus)

Ein Fuchshai ist leicht an seiner sehr langer Schwanzflosse zu erkennen. Sie hat fast die Länge seines Körpers. Mit der Schwanzflosse schlagen sie in die Fischschwärme, um sie in Panik zu versetzen und dann die verwirrten Fische leichter zu erbeuten. Fuchshai sind Grundfische, die in Mitteleuropa häufiger sind als angenommen, wie Zufallsfänge vor der niederländischen Küste zeigen. Es wird leider selten gezielt auf sie geangelt. Selbst um die britischen Inseln wird ihnen selten nachgestellt. Sie halten sich oft in flachem Wasser auf, besonders in Sandbuchten sind schon gute Fänge gelungen. Die besten Fanggründe in Europa liegen rings um die „Isle of Wight“. Fänge bis 130 Kilogramm sind verbürgt, aber es soll wesentliche schwerere Fuchshaie geben. Berufsfischer haben Exemplare über 300 Kilogramm erbeutet. Als Köder werden fast immer Makrelen gewählt. Beim Drill springen Fuchshai oft, ähnlich dem Makohai. Bei der Landung sollte man sich vor dem schlagenden Schwanz in Acht nehmen.

 

Gefleckter Glatthai (Mustelus asterias)

Er ist auf dem Rücken und den den Flanken braun bis dunkelgrau mit hellen Punkten. Seine Unterseite ist hell. Der Gefleckte Glatthai hat einen langgstreckten und schlanken Körperbau. Seine Schnauze ist leicht abgerundet. Er erreicht eine Länge bis 150 Zentimetern.Meist ist er in einer Tiefe zwischen 10 und 100 Metern zu finden.Sein Verbreitungsgebiet reicht im Atlantik von der Nordsee bis nach Nordafrika. Auch im Mittmeer ist er zu finden.

Man fängt ihn im Sommerhalbjahr auf Makrelen- oder Heringsfetzen.

 

Großgefleckter Katzenhai (Scyliorhinus stellaris)

Er ähnelt im Aussehen und Verhalten sehr dem Kleingelecktem Katzenhai, allerdings wird er mit einer Länge von 1,30 Metern größer. Wie der Name schon sagt sind seine Flecken und Punkte größer als bei seinem Verwandten und sein Verbreitungsgebiet reicht nicht so weit in den Norden.

 

Heringshai >>>

 

 

Hundshai (Galeorhinus galeus)

Der Hundshai ist eine kleinere Haiart Mittel-und-Westeuropas, die bis über 30 Kilogramm schwer werden kann. Im Durchschnitt sind die gefangenen Hundhai etwa zehn Kilogramm schwer. Rings um die britischen Inseln liegt ihr Hauptverbreitungsgebiet, aber auch in der deutschen Bucht kommen sie vor. So sind die Hundshaie die einzigen Haie die in deutschen Gewässern regelmäßig gefangen werden. Allerdings sind sie sehr scheu und ihr Fang setzt Erfahrung und Geduld voraus. So wird man sie von großen, lauten Angelkuttern selten an den Haken bekommen, weil sie beim Nahen des Kutters das Weite gesucht haben.

Experten stellen den Dieselmotor ab, verhalten sich an Bord ruhig und füttern lange an. Eine Garantie für einen Erfolg haben sie zwar nicht, aber die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg steigt deutlich. In England werden Hundshaie auch vom Ufer gefangen. Tiefes Wasser und genügend Beute in der Ufernähe sind die Grundvoraussetzung hierfür.

ls Köder werden rund um die britischen Inseln gerne Lebendköder verwendet, aber auch Filets von Makrelen, Heringen oder Franzosendorschen sind gut geeignet. Wie immer beim Haiangeln müssen Stahlvorfächer benutzt werden. Da die Bestände geschont werden sollten, werden verantwortungsvolle Angler gefangene Fische zurücksetzen.

In der Nordsee sind die Monate Juni bis September die Aussichtsreichsten, einige Fänge wurden rund um die britischen Inseln aber auch beim Dorschangeln im Winter gemeldet.