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wrackangeln

Meeresangeln Galicien

Muscheln ein Superköder, nicht nur in Galicien
Muscheln ein Superköder, nicht nur in Galicien. Foto: Tobias Büscher

Galicien ist eine eine große Region im Nordwesten Galiciens, die vor allem wegen der Stadt Santiago de Compostela, dem Endpunkt des Jakobswegs, in aller Welt bekannt geworden ist. In Spanien kennt man die Region als Lieferant von Meeresfrüchten vor allem von großen Miesmuscheln und Austern bekannt. Vor allem die Provinz Pontevedra im Süden des Region ist dafür bekannt. Und wo Muscheln wachsen, da sind Fische nicht weit. Im klaren Wasser der Rias sieht man viele Meeräschen herumschwimmen. Sie sind allerdings nicht leicht zu überlisten, da sie bei der Futteraufnahme sehr vorsichtig sind.

 

Angler am Kathedralenstrand im Nordosten Galiciens. Foto: Hans-Joachim Franzen
Angler am Kathedralenstrand im Nordosten Galiciens. Foto: Hans-Joachim Franzen

Außerhalb der Rias, an den Steilküsten der Region findet sich die ganz Palette der Meeresfische des mittleren Atlantiks, wie Meerbarben, Meerbrassen, Makrelen, Hornhechte, Bonitos und Seebarsche.

Je nachdem worauf man Angeln will, wählt man sein Gerät und seine Montagen. Eine Brandungsrute ist angemessen, wenn man an der offenen See vom Strand oder von der Steilküste auf Brassen- oder Barbenarten angeln möchte. Um die Hängergefahr zu minimieren und die Kosten bei Abrissen gering zu halten, wählt man meist recht einfache Montagen ohne viele Wirbel und Haken: beispielsweise Hauptschnur, Schlaufe, Vorfach, Endblei und ein Haken an einem Seitenvorfach, das etwas länger ist als das Hauptvorfach. Am Ende des Seitenvorfachs wird ein Haken der Größe 6-1/0 gebunden.

Wer gerne nachts angelt, der muss auch mit Conger rechnen. Dafür müssen Vorfach, Schnur und Haken etwas stärker gewählt werden und nach dem Biss muss der Conger so schnell wie möglich ans Ufer gebracht werden und getötet werden: Aber, Vorsicht vor dem Gebiss.

Zwei Angler an der Steilküste
Zwei Angler an der Steilküste

Beim Spinnfischen auf Seebarsch verwendeten Galicische Angler traditionell einen Kunstköder, der aus einem Durchlaufblei mit zwei Haken und Ziegenhaar besteht.

Heutzutage werden auch gerne moderne Wobbler, Blinker, Spinner oder Jigs zum Spinnangeln eingeserzt. Wer mit eigenem Boot anreist, der kann auch in den Rias, den fjordähnlichen Flußmündungen an der West- und Nordküste Galiciens zum Fischen rausfahren.

Die Einheimischen fahren bei günstigen Wetterverhältnissen gerne auf das Meer um Calamaris zu angeln. Kutterangeln, wie es in Mitteleuropa üblich ist, gibt es in Galicien noch nicht.