Direkt zum Inhalt springen
wrackangeln

Meeresangeln in Florida

Strandangeln in der Abenddämmerung in Fort Myers im Südwesten Floridas
Strandangeln in der Abenddämmerung in Fort Myers im Südwesten Floridas. Foto: Lee County Visitor & Convention Bureau

Versierte Angler, selbst diejenigen, die noch nie Näheres vom Angeln in dem US-Bundesstaat gehört haben, ahnen bereits bei einem Blick auf bei Google Maps die guten Fangmöglichkeiten in Florida. Erstens, bei so einer langen Küste muss es einfach Fisch geben. Und zweitens, wird ein erfahrener Meeresangler sofort sehen, dass bei so vielen Inseln, Meerengen, Buchten und Flusstrichter zahlreiche Strömungen entstehen müssen, Strömungen, die Nahrung heranspülen und die so Fische anziehen.

Auch kann man davon ausgehen, dass in den Gebieten zwischen Inseln und Festland zahlreiche Laichplätze und Futtergründe für diverse Fischarten liegen.

All das ist richtig, aber es kommt noch etwas hinzu: Wer mit seiner Familie in den Urlaub fahren möchte, der muss den Rest der Familie nicht überzeugen, einen Flieger nach Florida zu besteigen. Das Wetter ist angehm, es gibt viel zu sehen, es gibt schöne Strände und man gut Shoppen oder Freizeitparks besuchen!

 

Ein kleiner Tipp:

Geben sie doch einfach mal den Begriff „fishing“ in die Suchleiste bei Google Maps ein, wenn Sie die Karte der Südküste der USA aufgerufen haben. Sie werden erschlagen von Treffern. Um Genaueres erkennen zu können, muss man sich für einen Ort oder eine Region entscheiden, also muss man in die Karte hineinscrollen und dann erkennt man auch worum es geht: Fishing Stores, Charter Boats, Deep Sea Fishing, Fishing Center, …, also Angelgeschäfte, Charterboote, Hochseeangeltouren, Erlebnisberichte, die passenden Unterkünfte und vieles mehr.

Es klingt so, als ob ganz Florida ein Angelparadies ist, und so ganz falsch ist dies auch nicht.

Zum Angeln im Salzwasser benötigt man in Florida zwar einen Angelschein, die sogenannte „Saltwater Fishing License“, aber diese kann man in jedem Angelgeschäft, an manchen Tankstellen und in vielen Supermärkten erwerben. Übrigens, wer zwischendurch im Süßwasser fischen möchte, benötigt die „Freshwater Fishing License“, die ebenso leicht zu bekommen ist. – Zurück zum Meeresangeln, nicht jeder möchte vom Ufer fischen, viele Angler möchten lieber aufs Meer hinaus. Ein Boot zu mieten ist kein Problem. Keine Sorge, niemand fragt nach einem Bootsführerschein. Solange die betreffenden Angelurlauber einen Pkw-Führerschein und eine Kreditkarte ihr Eigen nennen, dürfen Sie auch Boote fahren. Man geht in den USA davon aus, dass Sie mit dem Führerschein auch die charakterliche Eignung besitzen, ein Boot zu steuern.

Für den Fangerfolg ist es sicherlich besser, wenn der Florida-Neuling eine Angeltour mitmacht. Dann sieht der Angler, mit welchen Ködern vor Ort geangelt wird, welche Schnüre, Haken, Wirbel, Montagen, Ruten und Rollen verwendet werden.

Florida von West nach Ost, von Nord nach Süd

Florida ähnelt von seiner Form her einem Dreieck. In Westen an der Grenze zum Bundestaat Alabama liegt Pensacola, eine Stadt mit 52.000 Einwohnern, die an der gleichnamigen Bucht (Pensacola Bay) liegt und gute Angelmöglichkeiten bietet. Im Nordosten Floridas bildet der St. Marys River die Grenze zum Nachbarstaat Georgia. Das Flussdelta des St. Marys Rivers fällt über weite Strecken bei Ebbe trocken und ist die Kinderstube und Heimat zahlreicher Fischarten, Muscheln und Krabben.

Die bekanntesten Urlaubsregionen für Meeresangler in Florida sind die Süd- und die Südwestküste. Im Süden sind es die Florida Keys die in „aller Munde sind“. Die Florida Keys sind eine Kette von langen und schmalen Inseln, die sich südlich der Festlandsküste Floridas erstreckt.

Ebenfalls sehr beliebt ist die Region um die Stadt Fort Myers in Südwesten des Staates, eine Region mit einer hervorragenden Infrastruktur für Angler. Petrijünger, die vom Boot aus fischen möchten, kommen ebenso auf ihre Kosten wie Spinnangler oder Fliegenfischer, die vom Ufer aus ihr Glück probieren möchten.

Von Fischarten, Inlets und Brücken

Für alle Angler, die vom Ufer oder vom Boot aus in Ufernähe fischen möchten, sind die Inlets (Meerengen, Sunde) zwischen den Inseln geeignete Angelplätze. Häufigste Beute der Meeresangler sind hier verschiedene Snapperarten und Seebrassen, die in den USA Seabream genannt werden. Des Weiteren werden Mangrove Snapper, Snooks, Sheepshead, Ladyfish, Kingfish oder Sea Trout (was allerdings nichts mit unserer Meerforelle zu tun hat) häufig Beute von Sportfischern, die vom Ufer aus angeln.

Neben den Inlets sind Brücken beliebte Angelplätze. Einige sind fürs Angeln gesperrt, aber dann machen Verbotsschilder darauf aufmerksam.

Wer des Öfteren im Meer angelt, der wird auch in Florida automatisch auf die Gezeiten achten. Gezeitentafeln sind im nächsten Angelgeschäft erhältlich oder man sucht im Internet Webseiten mit den entsprechenden Daten, was man auch schon zu Hause erledigen kann. So verliert man keine wertvolle Urlaubzeit.

Es wird viel mit lebenden Shrimps gefischt, aber auch mit Fischfetzen oder Stücken vom Calmar und auch mit Kunstködern aller Art. Neben Blinkern, Spinnern und Wobblern werden auch Gummiköder wie Twister, Jigs und Shads oft eingesetzt. Die Fänge in Florida sind sehr gut, auch weil viele US-amerikanische Angler Catch and Release betrieben, d.h. sie setzen nach dem Drill und eventuell einem Erinnerungsfoto den jeweiligen Fisch schonend ins nasse Element zurück.

 

Fort Myers & Sanibel - wann beisst was?

Black drum (Pogonias cromis) : Herbst und die ersten Frühlingswochen

Cobia (Rachycentron canadum): Frühling und Frühsommer

Flunder (Paralichthys albigutta): Sommer und Herbst

Königsmakrele (Scomberomorus cavalla): das gesamte Jahr über, besonders im Sommer

Mangrove snapper(Lutjanus argentimaculatus): das gesamte Jahr über, besonders im Sommer

Permit (Trachinotus falcatus): später Frühling und Frühsommer

Pompano (Trachinotus caronlinus): Frühling und Sommer

Redfish (Sciaenops ocellatus): das gesamte Jahr über, Höhepunkt im frühen Herbst

Red Grouper (Epinephelus morio): Frühling und Herbst

Sheepshead (Archosargus probatocephalus): Winter und Frühling

Snook (Centropomus undecimalis): das gesamte Jahr über, Höhepunkt im Sommer

Tarpon (Megalops atlanticus): Frühling und Sommer