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wrackangeln

Dorschangeln - Meeresangeln für Anfänger und Fortgeschrittene

Dorschangeln - Schlei
Zum Dorschangeln mit einem typischen Angelkutter

Dorschangeln ist in Mitteleuropa sehr beliebt. Kein Wunder, der Dorsch ist ein häufig anzutreffender Fisch, ein Fisch, den es sowohl rund um die Britischen Inseln, als auch vor den Küsten Nordfrankreichs, Belgien, den Niederlanden und Deutschlands gibt und der beim Meeresangeln mit diversen Methoden zu erbeuten ist.

Oft wird dem Dorsch vom Angelkutter aus nachgestellt. Hierbei ist es von Vorteil, dass er von den Motorengeräuschen großer Kutter nicht vertrieben wird, während beispielsweise Seebarsche und andere Fischarten sich sofort verstecken und nicht zum Anbiß bewegen lassen.

Ganz im Gegenteil, manche Angelkutter drehen an der Angelstelle angekommen nochmals richtig auf, um den Untergrund mitsamt der darin versteckten Nahrung aufzuwühlen und den Dorsch in Fressrausch zu versetzen.

 

Meeresangeln auf Dorsch ist kein Kinderspiel

Sechs Dorsche und zwei Makrelen
Sechs Dorsche und zwei Makrelen

Das klingt jetzt so, als ob das Dorschangeln ein Kinderspiel ist. Dem ist absolut nicht so, da der Dorsch an vielen Tagen bestimmte Nahrung bevorzugt.

Die Kunst besteht jetzt darin, passende Köder anzubieten, um die Dorsch zum Anbiss zu verleiten. In Norddänemark nehmen Angelprofis eine ganze Palette von Ködern mit, um beim Dorschangeln den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Das können Seeringelwürmer oder Wattwürmer sein, das können Heringe oder Sandspierlinge, Wellhornschnecken, Austern, Scheidenmuscheln, Krebse oder Krabben sein.

 

Die große Frange beim Dorschangeln: Kunst- oder Naturköder

Dorschangeln von Boot
Dorschangeln in den Niederlanden

Aber auch in Dänemark lassen gute Angler ihre Pilker, Gummifische und die diversen Beifänger nicht zu Hause, man weiß ja nie was beim Meeresangeln erfolgreich ist.

In Deutschland beschränken sich viele Angler beim Dorschangeln vom Kutter auf das Pilken, während das Angeln mit dem Pilker in den Niederlanden von manchen Kutterkapitänen nicht gerne gesehen wird. Der Grund ist einfach: Da die Mehrzahl der niederländischen Angler mit Würmern fischt, können unaufmerksame und unerfahrene Pilkerangler viele Montagen der Nachbarangler "einfangen" und an Bord für ziemliche Missstimmung sorgen.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist beim Dorschangeln die Konzentration. Wer gefühllos seine Montage oder seinen Naturköder zu Wasser lässt und denkt die Fische werden schon beißen wird selten großen Erfolg haben. Bei einem treibenden Kutter ist es schon schwer den Köder in Grundnähe zu halten, dort wo die Fische stehen.

 

Am Grund angeln

Norwegen - ein Paradies für Dorschangler
Norwegen - ein Paradies für Dorschangler

Aber auch wer in Grundnähe fischt ist noch nicht aus dem Schneider. Der Angler muss den Biss des Dorsches auch spüren, ansonsten hat der Fisch den Köder schnell wieder ausgespuckt, der Angler hat nichts gemerkt und schimpft über den angeblich unfähigen Kutterkapitän der die Dorsche nicht findet. Allerdings, an manchen Tagen haben die Dorsche keinen Hunger, dann tut sich gar nichts. Ein Angler der beim Dorschangeln erfolgreich sein will, der wird sich vorher erkundigen ob die Fische überhaupt da sind. Die Saison schwankt und auch das Wetter, die Strömung und der Wind haben Einfluss auf das Beißverhalten. Beim Kutterangeln kann der Kapitän die Dorschschwärme noch suchen, beim Brandungsangeln aber hat der Angler das Nachsehen, wenn die Fische nicht in Ufernähe kommen wollen.

Trotz allem: Dorschangeln macht verdammt viel Spaß.