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wrackangeln

Dorsch Angeln

Dorsch
Dorsch von über 20 Pfund

Der Dorsch (Gadus morhua) besitzt drei Rückenflossen und zwei Afterflossen. Sein Rücken ist graugrün bis graubraun, der Bauch silberweiß. Der Körper des Dorsches ist von dunklen Flecken überzogen, insgesamt gibt das ihm ein marmoriertes Aussehen. Außerdem ist er an seinem Bartfaden zusätzlich zu erkennen.

 

 

Meeresangeln auf Dorsch: Methoden

Dorsche
Dorsche bis 14 Pfund

Für das Angeln auf Dorsch werden unterschiedliche Methoden gebraucht. Von der leichten Spinnfischerei vom Ufer der Ostsee über das mittlere Spinnfischen von kleineren Booten vor z.B. Langeland bei ruhiger See bis zu 30 oder 50 lbs. Gerät bei der winterlichen Øresundfischerei oder dem Angeln auf Dorsch im Ärmelkanal.

 

In Skandinavien und Deutschland wird für das Angeln auf Dorsch meist der Pilker benutzt. Der Pilker ist schon vor Jahrhunderten von den Berufsfischer erfunden worden. Der Einzelhaken war dabei in den Pilker mit eingegossen worden. Viele Dorsche werden und wurden bei dieser Art "Angelei" von außen gerissen.

Dorsch vom niederländischen Kutter aus gefangen
Dorsch vom niederländischen Kutter aus gefangen

Die norwegischen Fischer sagen heute noch, dass nur der Pilker fängt der senkrecht den Meeresgrund erreicht. Die schwersten Exemplare wiegen bis zu zwei Kilogramm. Moderne Pilker im flacheren Wasser und ruhiger See wiegen oft nur 40 bis 60 Gramm. Beim Angeln auf Dorsch werden heutzutage oft, wenn es die See zulässt, mit leichteren Ruten und Rollen und mit dünneren Schnüren gefischt.

Als Beifänger werden oft Tintenfischimitationen, Twister, Dorschfliegen und ähnliches eingesetzt, allerdings sollte man es beim Angeln auf Dorsch, anders als beim Makrelenangeln, mit einem Beifänger bewenden lassen.

 

Beim Wrackangeln wird oft mit Endblei anstelle von Pilkern gefischt. Dann wird aus dem Beifänger der eigentliche Köder. In den Niederlanden oder den britischen Inseln werden Naturköder bevorzugt. Dabei nehmen die Niederländer meist Wattwürmer, während die Briten Fischfetzen, Sandspierlinge oder Tintenfische einsetzen. Welches Gerät man einsetzt hängt von den Gegebenheiten ab. Beim Wrackangeln sollten nur stabiles Gerät und einfache Montagen benutzt werden. Dünne Schnüre sind problematisch, da der Dorsch immer recht schnell nach oben gepumpt werden sollte, damit der Fisch nicht im Wrack hängen bleibt und verloren geht. Ebenfalls ist von den dicht besetzten Kuttern das Angeln mit sehr langen Vorfächern nicht möglich, ohne mit den Schnüren der Nachbarn Probleme zu bekommen. Mittlere Vorfächer (bis ein Meter) lassen den Köder besser spielen und sind bei ruhiger See angebracht, während bei starker Strömung kurze Vorfächer (zehn bis zwanzig Zentimeter) oft besser fangen. Falls man allerdings das Glück hat von kleineren Booten aus zu angeln, kann man mehr experimentieren und sensiblere Montagen und Gerät benutzen. Im Winterhalbjahr bei ruhiger See kann dann von den kleineren Booten aus mit leichterem Gerät rund um die Wracks den z.T. großen Dorschen nachgestellt werden. In dieser Situation nehmen auch die Niederländer leichte (!) Pilker.

 

 

Kulinarisches

Der Dorsch schmeckt sehr gut und ist grätenarm.