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wrackangeln

Dingle, Irland - Urlaub im Paradies

Dick Mack’s hat seinen eigenen „Walk of Fame“ vor dem Pub.

Die Halbinsel Dingle im Südwesten Irlands bezaubert Promis und „Normaltouristen“

„Das ist das Paradies“, dachte ich, als ich das erste Mal im Sommer vor 21 Jahren (!) dort war. Meterhohe Fuchsienhecken, an jeder Ecke blühte es in einer Farbenpracht sondergleichen ...

Mittlerweile habe ich deutlich mehr von der Welt gesehen als damals, und dennoch hat Dingle seinen Reiz behalten. Der nördlichste der drei Finger, die sich im Südwesten Irlands ins Meer strecken, ist so vom Golfstrom verwöhnt, dass es in windgeschützten Ecken bis in den Winter hinein blüht. Zwischen den kargen Hügeln und langen Steinmauern, die für ganz Irland so typisch sind.

 

Katholisches Irland: Frische Rosen für die Heilige Maria vor der Kirche „Cill Maolchéadair“.

Spröde, spartanisch, dann wieder tiefgrün, wuchernd, bunt – vielleicht ist es der Kontrast auf kleinster Fläche, der Dingle so besonders macht. Und dann ist da natürlich der kleine Hafenort gleichen Namens, der sich trotz großer touristischer Beliebtheit seine Orginalität bewahrt hat – und mit 52 Kneipen auf ca. fünf Straßen aufwarten kann.

 

Alles Besonderheiten, die auch amerikanische Prominente in den letzten Jahren entdeckt haben. So soll Julia Roberts zum Zeitpunkt ihrer geplatzten Hochzeit mit Benjamin Bratt hier gewesen sein; Timothy Dalton kam mit einem kleinen Zelt auf den Campingplatz und Ben Kingsley nahn gern ein „Pint“ – die große, englich-irische Maßeinheit für Bier – im Pub.

 

Dick Mack’s im Ort Dingle, gegenüber der Kirche, hat seit einigen Jahren sogar einen „Walk of Fame“ auf dem Bürgersteig vor seiner Tür. Dort trifft man im Wortsinne auch auf Dolly Parton und Robert Mitchum.

 

Weite, Meer, Steinmauern und eine Ruine – ein häufiger Anblick an der geschützten Dingle Bay, im Süden der Halbinsel.

Nicht, dass man ansonsten in Dingle großes Aufhebens um die Promis machen würde. Und genau deshalb kommen sie wohl auch so gern. Und, zugegeben, sie können sich beispielsweise das Essen in den Restaurants des Ortes, wofür recht gesalzene Preise verlangt werden, eher leisten als der Normaltourist. Für den empfiehlt sich eher eines der Miet-Cottages, die wirklich perfekt eingerichtet sind und in der Nachsaison nur 390 Euro in der Woche für bis zu fünf Gäste kosten. Und die Sehenswürdigkeiten der 4.000 Jahre alten Kultur der Halbinsel – keltische Kreuze, Steinkirchen, steinerne Bienenhäuser und vieles mehr – gibt es fast umsonst. Die grandiose Natur sowieso. Und ein Pint Guiness sollte auch immer drin sein. Ob nun im „Promi-Pub“ Dick Mack’s, der früher Schuhmacher war, und noch die entsprechenden Utensilien im Gastraum hat, oder vielleicht bei Foxy John’s, der noch heute neben Bier „Hardware“, Eisenwaren und Fahrradzubehör verkauft.

 

Dingle ist – noch – ein Geheimtipp. Nicht nur für Promis.

 

 

T. P. O’Connor – oder, irisch: O Conchúir – vor der steinernen Gallarus Kapelle aus dem 9. Jahrhundert.

Anreise

Direktflüge nach Cork (ca. 170 Kilometer von Dingle entfernt) gibt es nur von Frankfurt aus; Dublin kann jedoch von fast allen deutschen Flughäfen sowie per Fähre erreicht werden. Das irische Eisenbahnnetz ist nicht besonders engmaschig, aber es verkehren regelmäßig Überlandbusse.

 

Reisezeit

Im Hochsommer ist Dingle mittlerweile ziemlich überlaufen; wegen des milden Klimas empfiehlt sich der gesamte Südwesten Irlands besonders im Herbst und auch noch im Winter. Nur in Ausnahmefällen wird es kälter als sechs Grad.

 

Unterbringung

Dingle verfügt über zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten vom Low-Budget-Hostel bis zum Vier-Sterne-Hotel. Besonders empfehlenswert: Die Miet-Cottages. www.dinglecottages.com

 

Weitere Informationen

Irisches Fremdenverkehrsamt: 069 / 66800950

www.tourismireland.de

www.dingle-peninsula.ie

 

Von Beate Baum