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wrackangeln

Das Gelbe Riff Teil 3

Perücken kann und sollte man vermeiden
Perücken kann und sollte man vermeiden

Oh Mann, jetzt hat der Nachbar nicht aufgepasst und meine Schnur gefangen, also Rutenspitze an die Boardwand und endtüddeln. Mein Kapitaler schein ab zu sein. So ein Pech, so ist das Leben. Aber was ist das?

 

Irgendwie ist da ja noch immer Gewicht dran, und ein bisschen zucken tut es auch. Also schnell wieder Spannung auf die Schnur bringen und weiter geht’s – er ist noch da. Hat nur geduldig gewartet, bis wir da oben fertig waren. Nettes Tier.

Dorsch von 21 Pfund
Dorsch von 21 Pfund

Langsam neigt sich der Drill dem Ende entgegen, er kommt weiter hoch, stellt sich nur noch dagegen, zieht aber keine Schnur mehr. Jepp, da ganz tief unten ist ein erster Schimmer zu sehen. Aber was denn nun wieder? Der nächste Kollege hat nicht aufgepasst, sein Fisch hat meine Schnur gefangen. Grrr, nicht lustig, denn jetzt sehe ich deutlich, dass ich einen Großen habe. Nun ist mir nur noch mein Fisch wichtig, also hoch damit, die andere Schnur werde ich notfalls kappen. Aber es geht gut. Mirtek steht mit dem Gaff bereit und gafft meinen Dorsch vorbildlich, der andere kommt dabei mit an Deck.

Auch der Kapitän fing zwischendurch einen Dorsch
Auch der Kapitän fing zwischendurch einen Dorsch

Danke Mirtek. Durchschnaufen. Petri Dank. Freu, freu. Danke Dir Dorsch. Und schnell den Guten vom Diesseits ins Jenseits befördert. Hochheben. Oouu, Hüfthöhe, sapperlot. Schnell das Maßband anlegen: 102 cm. Die Wage zeigt 21 Pfund. Halleluja, wie drillt man dann erst einen 40 Pfünder? Das Lösen des Drillings war noch mal ein Kraftakt, 2 Haken saßen sauber im festen Teil des Maules, da hätte nichts passieren können.

 

Aber der Knotenlos-Verbinder hat seine Form stark verändert, das gibt zu denken. Also die erste Meter Schnur abschneiden, neues Vorfach dran (0,90er mit 12/0 Gummimaks) und direkt an den Wirbel geknotet und weiter geht’s.

 

Scholle auf Pilker
Scholle auf Pilker

Der Tag hat uns eine Menge Fisch gebracht, mir meinen ersten 2-Stelligen, dazu meinen ersten Leng (75 cm) und in der letzten Drift, beim letzten Einholen noch als schönen Abschluss eine 48er Scholle!

Der Donnerstag fiel wieder dem Wind zum Opfer. Also hatten wir von vier Tagen zwei Angeltage, die Quote ist gut. Im Allgemeinen fischten wir in 40/50m Tiefe. Fisch war reichlich und in schönen Größen (nur die Makrelen waren von eine kleinwüchsigen Stamm). Schön war es zu sehen, dass Untermaßige zurück gesetzt wurden und das Mindestmaß nach Augenschein auf 45/50 cm individuell hochgesetzt war.

Torium 30, Penn Never Crack 30 lbs und ein erfolgreiche Montage
Torium 30, Penn Never Crack 30 lbs und ein erfolgreiche Montage

Was gab es an Fischarten? Dorsch, Pollak, Köhler, Leng, Scholle, Seehecht, grauer Knurrhahn und Makrele. Hans hatte bei uns beiden deutlich die Nase vorne, es ist ihm herzlich gegönnt. Angelgerät bei uns: Bootsruten 20/30 lbs, Shimano Multis (TLD 20-2 und Torium), sowie eine etwas Spinnrute mit Stationärrolle für das leichtere Fischen in der Andrift im Mittelwasser. Lehren für das nächste Mal: auch für mich eine Spinnrute für Köhler und Co, sowie passendes Equipment für Plattfische abends am Ankerplatz. Und die Naturköderrute verkürzen, die ist im Griffteil zu lang. Und der Bauchgurt hat sich wirklich bewährt.

 

Und Sojasauce und Wasabi mitnehmen, damit wir Makrelen-Sashimi machen können. Und das nächste Mal kommt ganz bestimmt!

 

Infos und Buchung bei www.polarschiff.de

 

Peter Franzen