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wrackangeln

Meeresfische: Conger

Beschreibung

Der Conger , auch Meeraal genannt, hat einen schlangenähnlichen, seitlich abgeflachten Körper. Sein Maul reicht bis hinter seine Augen. Die Kiefer sind mit langen, spitzen und nach hinten gebogenen Zähnen, bestückt. Die Rücken-, Schwanz-, und Afterflosse sind miteinander verwachsen. Die Färbung ist mit dunkelbraun heller Marmorierung. Er erreicht eine mittlere Größe bis 150 Zentimetern und etwa 65 Kilogramm. Er ist ein gefräßiger Raubfisch und lebt in Tiefen bis 100 Metern.

Der Conger wandert zur Fortpflanzung in Laichgebiete, die in zwischen 2000 und 3000 Metern Tiefe, zwischen Gibraltar und den Azoren, liegen. Auch im Mittelmeer existieren Laichplätze. Die Meeraale sind mindestens fünf Jahre alt, wenn sie zu den Laichgebieten ziehen. Jedes Weibchen legt 6-8 Millionen Eier, danach sterben die Fische. Auch die Congerlarven haben eine Weidenblattform, allerdings werden sie mit 15 Zentimetern doppelt so groß wie die der Flussaale.

 

 

Lebensraum

Der Verbreitungsgebiet des Conger erstreckt sich von Südnorwegen bis zu den Kanaren, aber auch im Mittelmeer ist er häufig. In der Nordsee, mit Ausnahme des Südwesten und in der Ostsee, fehlt er fast gänzlich.

 

 

Ernährung

Die Nahrung der gefräßigen Meeraale besteht aus Tintenfischen, Krebsen und Fischen, wie Pollack, Lippfische, Seehecht und Seezunge. Eine besondere Vorliebe hat er für Franzosendorsche. Die großen Weibchen verschlingen manchmal sogar ihre männlichen Artgenossen.

 

Angeln auf Conger

Besonders oft wird der Conger beim Wrackangeln gefangen, besonders rund um die britischen Inseln. Gerne hält er sich auch in alten Schiffswracks, bis in einer Tiefe von 100 Metern, auf. Dort kann man ihn am besten bei Stauwasser im Spätsommer und Herbst fangen.

 

Im Uferbereich wird er erst gegen Abend aktiv und wird dann mit starkem Ruten und Multirolle gefangen. Außerdem benötigt man Stahlvorfach und kräftige Haken. Nach dem Biss, der sehr vorsichtig erfolgen kann, lässt man ihn mit dem Köder etwas Schnur nehmen. Dann setzt man einen kräftigen Anhieb und versucht ihn so schnell wie möglich ans Ufer zu bringen. Bei der Landung ist äußerste Vorsicht geboten. Nach dem Gaffen versucht man ihn in einen stabilen großen Sack oder sehr großen Eimer zu bugsieren.