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wrackangeln

Brandungsangeln

Brandungsangler
Brandungsangler in der Morgendämmerung

Unter Brandungsangeln versteht man das Grundangeln vom Ufer eines Meeres mit Naturködern. Andere Möglichkeiten des Meeresangelns ohne Boot sind das Spinnfischen, Fliegenfischen oder auch Posenfischen vom Strand, von Molen oder Felsküsten. Zurück zum Brandungsangeln: Es wird immer mit Grundblei und einem oder mehreren Haken gefischt.

Bei ruhigen Wetter und wenn nicht so weite Würfe erforderlich sind, kann man sogar mit einer klassischen Laufbleimontage mit einem sogenannten Sargblei fischen, einer Montage die man vom Aalangeln kennt. Häufiger sind Montagen an denen das Blei als Endblei montiert ist und oberhalb ein oder zwei Seitenmontagen angebracht sind.

 

Brandungsangeln in Gijon
Brandungsangeln in Gijon

In den letzten Jahren sind eine ganze Reihe von hervorragenden neuen Montagen erfunden worden und in den Handel gekommen, Montagen die für spezielle Verhältnisse gedacht sind und sich dort bewährt haben. Solche Situationen sind z.B. extrem vorsichtiges Beißverhalten, felsiger Untergrund oder Strände an denen extreme Weiten von Nöten sind. Außerdem sind Montagen speziell für Dorsch oder Plattfisch (Flunder, Scholle, Kliesche) im Handel.

In den Niederlanden werden auch Montagen für Seezunge verkauft. Seezungen muss man kleine Köder, an kleinen Haken, direkt am Grund anbieten, einige Zentimeter vom Grund entfernt ist schon zu hoch.

Neben den genannten Fischarten gehen im Sommerhalbjahr auch mal Seebarsche (Nordsee) an den Haken, vor allem wenn man den Köder etwas höher als üblich anbietet.

An der Französischen Kanalküste und im Atlantik sind Franzosendorsche und kleine Pollacks eine häufige Beute und wer Nachts angelt kann sogar Conger an den Haken bekommen.

Das Gerät zum Brandungsangeln

Beim Brandungsangeln werden im allgemeinen Ruten von 3,60 bis 4,50 Metern Länge eingesetzt, schon um den Köder oder die Fisch sicher über den hängerträchtigem Uferbereich zu bekommen. Das Wurfgewicht hängt sehr vom Angelplatz ab. Von Molen und Felsküsten können durchaus etwas leichtere Ruten eingesetzt werden. Vor allem in südlichen Ländern fischt man oft mit recht leichten Teleskopruten mit Wurfgewichten von 60 bis 120 Gramm. Dort kommen die Fische im Schutze der Nacht oder auch bei trüben, aufgewühltem Wasser, recht nahe ans Ufer.

An der deutschen Nord- und Ostseeküste muss der Köder oft weit geworfen werden. Wenn dann noch Gegenwind herrscht, was zum Brandungsangeln sehr gut ist, da dann die Fische in Ufernähe kommen, muss schon ein Blei von 150 oder 200 Gramm an die Schnur geknüpft werden. Da im Meer oft eine starke Strömung herrscht, kann man zusätzlich ein Krallenblei benutzen, damit das Blei und damit die ganze Montage nicht zu schnell abdriftet.

Da beim Werfen starke Kräfte auf die Schnur einwirken, muss eine starkes Vorfach von etwa sechs Metern vor die Hauptschnur geknüpft werden, ansonsten wird man Schnurbruch riskieren und erleben, dass sich das Blei mitsamt Montage in Richtung offenen See verabschiedet.

Da in Deutschland, auf den Britischen Inseln, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Schweden (Westküste) oft schwere Brandungsruten mit hohen Wurfgewichten eingesetzt werden müssen, kann auch nur mit schweren Rollen gefischt werden. Normale Rollen, wie man sie zum Süßwasserangeln nimmt, würden die Belastungen nur kurz aushalten. Außerdem ist bei großen Rollen, schon durch den größeren Spulendurchmesser, die Einholgeschwindigkeit deutlich höher. Ein Vorteil wenn es gilt den gehakten Fisch schnell ans Ufer zu bekommen.

Die Köder zum Brandungsangeln

In Mitteleuropa wird meist mit Wattwurm geangelt. Auch der Seeringelwurm hat seine Fangemeinde.

In südlichen Ländern, vor allem wenn nicht so weit geworfen werden muss und der Köder deshalb nicht so schnell beim Werfen sich lösen kann, werden auch gerne Fischfetzen, Muscheln, Tintenfischstücke oder sogar Brot und Teig eingesetzt.

Sogar künstliche Köder mit Geschmackstoffen finden ihren Weg in die Angelkästen der Brandungsangler und fangen ihre Fische.

Beim Brandungsangeln sollte man verschiedene Köder parat haben, damit man eine Alternative hat wenn die Fische den normalerweise erfolgreichen Köder an einem Tag mal garnicht akzeptieren möchten.