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wrackangeln

Angeln am Gardasee

Der Gardasee ist ein interessantes, aber kein außergewöhnlich gutes Angelrevier. Schon die Größe des Sees macht es für Urlaubsangler schwierig optimale Hot Spots zu finden. Die Nordseite des Sees mit ihren Steilufern und großen Wassertiefen macht es Anglern extrem schwer. Man kann zwar theoretisch schöne Saiblinge und Forellen angeln, aber wenn irgend möglich, sollte man trotzdem das Südufer wählen. Hier finden sich Schilffelder und bedeutend flacheres und damit auch nährstoffreicheres Wasser. Der Fischbestand ist am Südufer des Gardasees größer und auch die Fischarten sind für Urlaubsangler interessanter. Rotfedern, Hecht, Barsch, Döbel, Karpfen, Schleien, Barben, Rapfen, aber auch Hecht, Barsch, Forelle (die Gardseeforelle, eine eigene Art) und Felchen können die Beute sein.

Ausrüstung und Angelzeiten

Für Urlaubsangler ist vor allem das Stippen auf Rotfedern eine kurzweilige Angelart. An den Schilfkanten oder von Stegen sollte man mit Weißbrot anfüttern und dann mit einer ganz leichten Pose, monofiler Schnur von 0,15 - 0,18mm, einem kleinen Haken der Hakengröße 12-14 und einem einfachen Teig oder einer Brotflocke, angeln. Eine leichte Rolle und eine passende Stipprute zwischen drei und fünf Meter Länge vervollständigen die Ausrüstung. Wenn man es richtig macht, wird keine Langeweile aufkommen.

In den Häfen, auch bei regem Schiffsverkehr, kann man mit leichter Pose und Made erfolgreich auf Döbel angeln.

Größere Beute wird man am ehesten in den frühen Morgenstunden machen. Wenn man einige Tage anfüttert, vergrößert man seine Erfolgschancen ungemein. Allerdings sollte man dann eher leichtes Karpfengerät einsetzen.

Auch Barsche und Hechte wird man eher in der Dämmerung angeln, allerdings sind die Urlaubsmonate im Sommer nicht ideal. Besser ist der spätere Herbst oder gar der Winter, wenn man seine bessere Hälfte dazu überreden kann, den gemeinsamen Urlaub in diese Zeit zu legen.

Wer keine Probleme hat, Schulter an Schulter mit anderen Anglern zu fischen, kann sein Glück im Auslauf des Gardasees in den Fluß Mincio (bei Peschiera) versuchen: ein Hotspot, aber ein überlaufener.

Angelscheine

Einen Angelschein kann man in Tabakläden oder Angelgeschäften kaufen. Mit dem Schein bekommt man zwei Stempelmarken (etwas mehr als 28 Euro). Diese muss in das ausgefüllte Formular kleben. Hinzu plus 8 Euro Gebühr, die man beim Postamt (tassa per la pesca) einzahlen muss. Wie in Deutschland auch, sollte man unbedingt die Schonzeit und Mindestmaße einhalten! Die italienischen Ordnungshüter kennen da keinen Spaß, Bürokratie gibt es nicht nur in Deutschland und die Strafen sind hoch. Angeln ist von zugelassenen Booten auf dem Gardasee erlaubt und oft recht erfolgreich

Außerdem sollte man beachten: In den drei Regionen des Gardasees gelten unterschiedliche Bestimmungen, vor dem Angeln sollte man sich also immer genau bei den Gemeindeverwaltungen oder Touristenbüros informieren.

Wer eher kleinere Gewässer schätzt: für verschiedenen Teiche, Seen und Wildbächen rund um den Gardasee werden ebenfalls Angelkarten verkauft.