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Frühstück für Angler – morgens am Wasser

Frühstücksbüfett in Marokko
Frühstücksbüfett in Marokko. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Wer früh morgens aufsteht, um noch im Dunklen am Wasser zu sein, der wird sich schnell eine Thermoskanne Kaffee machen, einige Scheiben Brot mit Butter bestreichen, diese mit Wurst und Käse belegen, vielleicht einen Apfel und einige hartgekochte Eier einpacken, sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank greifen und sich ganz schnell auf den Weg machen.

Am Wasser angekommen heißt es dann für Grund- oder Posenangler: Anfüttern, Ruten auspacken, Rollen montieren, Pose oder Grundblei, Haken und Köder dran und ab damit ins Wasser. Danach könnte man gemütlich das mitgebrachte Frühstück auspacken und frühstücken. Vielleicht wird es langsam hell, die Vogelwelt erwacht und tut dies mit einem ausgiebigen Konzert kund.

Spinnangler und Fliegenfischer werden am Wasser angekommen sicherlich erstmals die Rute auspacken und den Spinnköder oder die Kunstfliege auswerfen und auswerfen und auswerfen. Einen Kunstköder ins Wasser hängen, bringt schließlich keinen Fisch. Wenn der große Hunger eintritt, dann werden auch Spinnfischer und Fliegenangler ihre Essensbeutel öffnen und mit Appetit ihre Brote verspeisen und sich dazu einen Becher Kaffee oder Tee genehmigen.

 

Frühstück für Angler – das ideale Frühstück nach einer langen Nacht

Asturische Frühstücksspezialitäten
Asturische Frühstücksspezialitäten

Nach einer langen Nacht am Fischwasser kann ein Angler eine kräftige Mahlzeit vertragen, egal ob er als Karpfenspezi an einem See, als Aalangler an einem Fluss, als Brandungsangler am Strand oder als Bootsangler auf hoher See unterwegs war. Nett ist es, wenn man ein gutes Hotel gebucht hat, ein Hotel, das ein entsprechendes Büfett vorbereitet hat, zum Beispiel so wie es der Autor vor etwa zehn Jahren im Hotel Neptun in Warnemünde erlebt hat.

Übrigens, leider habe ich so ein Menü nie wieder erleben dürfen, auch nicht in spanischen, marokkanischen, jordanischen oder mexikanischen Fünf-Sterne-Hotels.

Also, im Hotel Neptun gab es Schnittbrötchen, frische und lecker Brötchen, kein aufgepumpte und geschmacklose Brotfabrikware, aber auch Mohn-, Körner-, Müsli-, Sesam-, Roggen- und Dinkelbrötchen. Diverse Brotsorten und kleine Kuchen, Butter in kleinen Schälchen, selbstgemachte Marmeladen und verschieden Honigsorten standen ebenso bereit.

 

Das sah schon alles sehr gut aus, aber dann: verschiedene eingelegte Heringe, hausgeräucherte Forelle, geräucherter Aal, natürlich auch Lachs, diesen allerdings auch als Graved Lachs, marinierte Muscheln und Tintenfisch – Super. So was hab ich leider nie wieder gesehen.

Dass es auch Mett-, Leber- und Teewürste, Salamis, warme Bratwürstchen, diverse Schinken, Ziegen-, Schafs-, Kuhmilch-, Blauschimmel-, Weich- und Hartkäse gab, das wird jetzt auch niemand mehr wundern. Die verschiedenen Eierspeisen, wie Krabbenrührei will ich jetzt gar nicht mehr erwähnen… Auch ja, Quark, Müsli, Joghurt, Körner, Obst und diverse Fruchtsäfte fanden sich auf dem Büfett auch.

Last, but not least: Der Service war entsprechend freundlich und geschult.

 

Wie gesagt, das ist das ideal, aber auch wer sich ein Ferienhaus gemietet hat oder nach dem Angeln „nur“ nach Hause fährt, kann und sollte sich ein leckeres Frühstück zubereiten.