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wrackangeln

Meeresangeln in Deutschland

Heringsangeln
Heringsangeln im April

In Deutschland kann man fünf verschiedene Arten von Meeresangeln unterscheiden. Erstens, das Brandungsangeln vom Ufer. Dabei wird mit Naturköder und schweren Ruten, Rollen und Bleien auf Dorsche, Plattfische und Aale geangelt. Zweitens, das Spinnfischen vom Ufer. Hierbei wird meist mit einer Spinnrute (Wurfgewicht 10-40 Gramm) und Wobbler und Blinker auf Meerforelle und Dorsch geangelt. Spinnruten werden auch in der Heringszeit für das Heringsangeln eingesetzt.

Drittens, das Fliegenfischen auf Meerforelle und Dorsch. Hierbei wird, schon um weiter werfen zu können, mit schwereren Ruten und Schnüren als im Süßwasser geangelt. Für viele Angler ist das Fliegenfischen die Krönung des Meeresangelns.

Viertens, das Meeresangeln mit kleineren Booten. Hierbei kann sowohl mit Kunst- als auch mit Naturködern gefischt werden. Allerdings gehört viel Vorbereitung zum Bootsfischen, da neben der Angelausrüstung auch das Bootszubehör komplett sein muss, vom Anker, Kompass und Seekarte über Treibstoff bis zur Schwimmweste und Notsignalen. Fünftens, das Kutterfischen. Hierbei mietet man sich einen Angelplatz auf einem professionellen Angelkutter.

Brandungs- und Uferangeln in Deutschland

Die deutsche Meeresküste ist, verglichen mit anderen europäischen Ländern wie Norwegen, Frankreich oder den britischen Inseln, nur mit wenigen interessanten Angelplätzen gesegnet.

Nordsee Ein großer Teil der Nordseeküste, ist recht flach und eignen sich oft "nur" zum Plattfisch- und Aalangeln.

Aber auch hier, oft in der unmittelbaren Nähe von Seeschifffahrtstrassen, gibt es Angelstellen an denen man sehr gute Fänge vom Ufer aus machen kann. Im Sommer kommt, z.B. die Makrele, der Seebarsch, die Meeräsche und der Hornhecht des öfteren in Strandnähe, während im Winter der Dorsch und der Wittling die Palette der Fangmöglichkeiten erweitert.

Allerdings müssen auch Faktoren wie die Wasser- und Lufttemperatur, Windrichtung, Windstärke, Gezeiten und Mondphase stimmen. Insgesamt sind die Möglichkeiten leider oft nur durchwachsen, Wenn man allerdings mit dem Kutter oder mit seetauglichen kleineren Booten zum Meeresangeln fahren kann, gibt es ganz andere Möglichkeiten.

Außer Dorsch und Seebarsch kommen noch Wittling und Franzosendorsche als kleinere Fische dazu, aber auch Pollack, Köhler, Leng und Hundshai gehen an die Angel. Dann kommt es allerdings sehr auf das richtige Gerät und die richtige Montage an.

 

Ostsee

An der Ostsee ist das Brandungsangeln an vielen Stellen erfolgreich, vor allem vor Steilküsten. Gefangen wird das ganze Jahr, außer bei Frost und im Hochsommer während längerer Hitzeperioden. Je nach Standort gehen mehr Plattfische oder mehr Dorsche an den, meist mit Wattwurm beköderten Haken. An einigen Stellen erbeutet man sogar Steinbutt.

Die Spinnfischer angeln meist auf Meerforelle, wobei schöne Dorsche ein willkommener Beifang sind. Die Fliegenfischer erbeuten allerdings meist nur Meerforellen.

Im Frühling kommt noch der Hornhecht dazu, der auch in größerer Anzahl erbeutet werden kann. Von den Kuttern wird fast ausschließlich auf Dorsch geangelt, seltene Beifänge sind Meerforelle, Lachs, Köhler, Pollack und Leng. In manchen Jahren beißen auch Wittlinge in größerer Zahl. 

Erfolgreiches Hechtangeln vom Motorschiff "Bulli" aus, kann man auf dem größten Boddengewässer Vorpommerns, dem Greifswalder Bodden erleben. Ein unvergessenes Angelabendteuer für alle Hechtangler. Das Schiff fährt morgens mit bis zu zwölf Anglern auf die Riesenfläche des Boddens und kommen nachmittags zurück, fast wie beim Dorschangeln auf der Nord - oder Ostsee. Mehr...

Dorsch-Mindestmaße Ostsee: 38 Zentimeter,

Dorsch-Mindestmaße Nordsee: 35 Zentimeter,

Keine Mindestmaße mehr für Wittling, Hering, Flundern und Klieschen,

Keine Schonzeiten mehr für die Rogner von Schollen und Flundern,

Keine Schonzeiten mehr für Glattbutt und Steinbutt.

 

Kutterangeln auf der Ostsee

Die Kutter an der Ostseeküste fahren meistens ganzjährig und fangen im allgemeinen Dorsch. Manchmal beißen auch Wittling, Plattfisch oder Hering. Die Touren beginnen zwischen 7 und 8 Uhr morgens und dauern meist acht Stunden. Einige Kutter bieten auch Mehrtagesfahrten an. Obwohl es zahlreiche Wracks gibt, ist echtes Wrackangeln selten. Die Fische stehen in der Ostsee mehr verteilt, bedingt durch den erheblich abwechslungsreicheren Gewässergrund als in der Nordsee.

Kutterangeln auf der Nordsee

In der Nordsee gehen die zahlreichen Kutter im Sommerhalbjahr meistens auf Makrele.

Einige Kutter bieten aber auch echte Wrackangeltouren an, vor allem im Frühjahr und Herbst. Dabei werden Dorsch, Plattfisch, Pollack, Wittling und Leng gefangen. Die Kutter in der Nordsee, fahren selten im Winter. Am Besten fragt man bei der Anmeldung nach Einzelheiten, wie Zielfisch, Methoden und Gerät.

Hundshai und Wolfsbarsch werden auf der Nordsee nur auf privaten, kleinen Booten geangelt. Dies liegt daran, dass diese Fische durch Motorengeräusche und Umherlaufen an Bord sofort vertrieben werden.