Direkt zum Inhalt springen
wrackangeln

Angellexikon D

Von Dacron bis Dyneema

Drill eines spanischen Karpfens
Ende des Drills eines spanischen Karpfens. Foto: Hans-Joachim Franzen

Dacron

Dacron ist eine Kunststoffschnur die heute nur noch von untergeordneter Bedeutung ist, weil es inzwischen bessere Schnüre gibt.

 

Downrigger

Ein Gerät zum Schleppfischen bestehend aus einem speziellem Bleigewicht mit entsprechender Schnur, einer kurzen Rute und (z.T. elektrischen) Rolle. Damit kann man den Köder in großer Tiefe hinter dem Boot schleppen. Die Angelschnur wird in einem speziellem Clip des Bleigewichtes ( bis 7 Kilogramm) eingehängt und löst sich beim Biß eines Fisches. Der Downrigger muß dann von einer zweiten Person eingeholt werden, damit es keine Verhedderungen gibt.

Drall

Drall liegt dann vor, wenn sich die Schnur quasi um die eigene Achse verdreht hat. Bei verdrallter Schnur kommt es schnell zu Perücken.Drall entsteht oft durch falsches Aufwickeln der neuen Schnur.Allerding kommt er auch oft beim Angeln in starker Strömung oder beim Fischen mit Spinnern vor. In dem Fall sollten bessere, neue oder auch ein zweiter Wirbel benutzt werden.

 

Dreibein

Rutenständer, der mit drei abklappbaren Beinen versehen ist. Die beste Möglichkeit Brandungs- oder andere schwere Ruten sicher Hochkant aufstellen zu können.Ein gutes Dreibeine ist mit Haken versehen um Vorfächer aufhängen zu können und um das Dreibein mit einem Beutel mit Steinen zusätzlich zu stabilisieren.

 

Dreiwegewirbel

Ein Wirbels, der über eine zusätzliche Abzweigung im rechten Winkel verfügt.

 

Drill

der Kampf mit dem Fisch. Ziel des Drills ist es, den Fisch durch abwechselndes Schnurgeben und Heranpumpen zu ermüden, um ihn schließlich landen zu können. Beim Drill spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Zunächst muss die Bremse der Angelrolle exakt eingestellt sein: Der Fisch darf nur unter einem gewissen Kraftaufwand Schnur abziehen können, andererseits darf auch die Schnur dabei nicht reißen. Die Tragkraft der Sehne ist also ebenfalls wichtig für den Drill. Der dritte Faktor ist die Rutenaktion: Eine weiche Rute federt harte Schläge des Fisches in Ufernähe besser ab, als eine Rute mit Spitzenaktion. Letztere jedoch hat Vorteile beim Drill auf weite Distanzen.

Schließlich muss der Angler beim Drill noch das benutzte Schnurmaterial berücksichtigen: Monofilschnüre haben eine größere Dehnung als geflochtene Materialien.

 

Driftsack

Eine Vorrichtung um das Driften des Bootes zu verlangsamen. Das ist wichtig um gefühlvoller angeln zu können. Der Driftsack besteht aus einem größeren Sack der mittels eines Gestells offen gehalten wird und mit einer Leine mit dem Boot (meist am Bug) verbunden ist. Dadurch wird das Treiben des Bootes verlangsamt. Ein anderer Name für Driftsack ist Treibanker.

 

Drilling

Haken mit drei Seitenbögen und -Spitzen. Drillinge werden meist beim Raubfischangeln, sowohl im Süß- als auch im Salzwasser, eingesetzt. Fast alle Kunstköder aus Metall sind mit Drillingen versehen. Beim Fischen im Meer im empfehlen sich aber, beim Pilken und Blinkern, in der Regel Einzelhaken. Sie haken und halten den Fisch meist besser.

 

Drop Shot

Angelmethoden mit Gummiködern, bei der das Blei und der Köder getrennt voneinander montiert sind. Damit kann der Köder sich frei bewegen, die Hängergefahr wird minimiert. Bei Verwendung von Offsethaken gibt es noch weniger Hänger. Sehr langsame Köderführung ist möglich, ebenso Vertikalfischen.

 

Dublette

Der gleichzeitiger Fang zweier Fische beim Angeln. Dies geht naturgemäß nur beim Fischen mit Systemen mit mehr als einem Haken.Beim Makrelen- und Heringsangeln häufig, aber auch alle anderen Schwarmfische wie z.B. die Familie der Dorschartigen oder Plattfische beissen oft im Duett.

 

Dyneema

Meist weiße Kunststoff-Schnur die bei geringem Durchmesser eine hohe Tragkraft und wenig Dehnung besitzt. Wird beim Meeresfischen in großen Tiefen gerne benutzt. Der Nachteil ist das leichtere Ausschlitzen der gehakten Fische, weil die Schnur keinen Puffer hat. Es empfiehlt sich 8-10 Meter monofile Schnur vorzuschalten und/oder eine weichere Rute zu benutzen.